Fotos von Wisenten im Internet aufgetaucht

Gemeinde Münster warnt vor Betreten des Muna-Geländes

Auch wenn von dem Muna-Areal eine besondere Faszination ausgehe, warnt die Gemeindeverwaltung davor, das Gelände zu betreten. Vor gut einem Jahr sind die ersten Wisente im Habitat angekommen. Mittlerweile sind neun dieser Tiere da, auch Przewalski-Wildpferde sollen noch kommen. Archivfoto: Meier
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Auch wenn von dem Muna-Areal eine besondere Faszination ausgehe, warnt die Gemeindeverwaltung davor, das Gelände zu betreten. Vor gut einem Jahr sind die ersten Wisente im Habitat angekommen. Mittlerweile sind neun dieser Tiere da, auch Przewalski-Wildpferde sollen noch kommen.

Seit bald einem Jahr leben Wisente auf dem ehemaligen Muna-Gelände in Münster. Nachdem Fotos der Tiere im Internet aufgetaucht sind, warnt die Gemeinde davor, das gefährliche, weil munitionsbelastete Gebiet zu betreten.

Münster – Eins vorweg: Den Wisenten auf dem ehemaligen Muna-Gelände geht’s gut. Nach bald einem Jahr hat sich die neunköpfige Wisentherde um Bulle Shakal gut eingelebt auf der knapp 20 Hektar großen Eingewöhnungsfläche innerhalb des eingezäunten, immer noch munitionsbelasteten 250 Hektar großen Habitats Muna. In den nächsten, noch nicht absehbaren Schritten sollen Przewalski-Wildpferde angesiedelt werden und die Wisente die Eingewöhnungsfläche verlassen dürfen.

Stichworte eingezäunt und munitionsbelastet: In einem Facebook-Post weist die Gemeinde Münster „eindringlich darauf hin, dass das Betreten des Muna-Geländes aus Sicherheitsgründen verboten ist“. Daher bittet die Gemeinde – zum eigenen Schutz – darum, vom Betreten des Geländes abzusehen, auch wenn es „schon immer ein geheimnisvoller Ort“ war und ist. Mit dem Einzug der Wisente im Mai vergangenen Jahres und dem geplanten Zuzug der Przewalski-Pferde wurde und wird dem Areal neues Leben eingehaucht „und es geht eine besondere Faszination davon aus“, heißt es in der von Bürgermeister Joachim Schledt (parteilos) unterschriebenen Mitteilung.

Bau der Besuchsplattform verzögert sich wegen Waldbrand und Corona

Grund für die aktuelle Warnung ist, dass in Facebook-Gruppen Bilder von den Wisenten aufgetaucht sind. Die wurden zwar wohlgemerkt von außerhalb des Zauns und damit vollkommen rechtmäßig gemacht, aber nun befürchtet die Gemeinde, dass mögliche Drittbrettfahrer das mit dem Betretungsverbot nicht ganz so ernst nehmen. „Und das kann ganz schön gefährlich sein“, betont Meike Mittmeyer-Riehl, Pressesprecherin der Gemeinde Münster.

Weiterhin geplant ist derweil, Teile des Geländes in absehbarer Zeit für die Öffentlichkeit zu erschließen und von einer Besuchsplattform aus auch jedem die Möglichkeit für Tierbeobachtungen zu geben. Unter anderem wegen der Corona-Pandemie, vor allem aber wegen des großen Muna-Waldbrandes Anfang Juli 2019 verzögert sich das Projekt noch. Der Zeitpunkt der Eröffnung seht noch nicht fest.

Deutsche Bahn nutzt Muna-Projekt als Ausgleichsmaßnahme für Bauprojekte

Einen Zeitplan, an den man sich derzeit sowieso nicht halten könne, will die Gemeinde nicht nennen. Auch, weil die Planung vor allem in der Hand vom Bundesforst liegt, der das Projekt gemeinsam mit der Gemeinde Münster und DB Netz vorantreibt. Während sich der Bundesforst vornehmlich um die Konzeption und das Durchführen der gesamten Aktion kümmert, ist die Gemeinde für Partner und die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. DB Netz kümmert sich – als Ausgleichsmaßnahme für Bauprojekte – zu großen Teilen um die Finanzierung. (Von Lars Herd)

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