Gemeinschaftskonzert von MV und MGV Münster

Fusion: Musikalische Balance gefragt

Sie freuen sich auf „Fusion - Das Gemeinschaftskonzert“: Vertreter von MGV und Musikverein Münster, darunter die Dirigenten Dirk Schneider (rechts) und Matthias Jäger (2. von rechts).

Münster - Noch vier Monate dauert es, bis am 13. Mai um 19 Uhr der Popchor „Future Vox“ des MGV Münster und das Jugendorchester des Musikvereins zusammen die Bühne der Kulturhalle erobern werden. „Fusion - das Gemeinschaftskonzert“ nennen die zwei traditionsreichen Vereine das neue Vorhaben, für das sie bereits kräftig die Werbetrommel rühren. Von Jens Dörr 

Beim Pressetermin verdeutlichten beide Seiten die Tragweite der projektbezogenen Kooperation und fachten dabei die Vorfreude auf die Veranstaltung weiter an. „Es ist beinah ein Paradigmenwechsel“, sagte Hubert Grießmann, Vorsitzender des Musikvereins. Was so viel meint wie: Lange gingen beide Vereine (der Musikverein ist 103 Jahre alt, der MGV 172 Jahre) ihre eigenen Wege und machten musikalisch ihr eigenes Ding. Inzwischen herrscht aber eine große Akzeptanz der Vereinsarbeit des jeweils anderen und eine klar gestiegene Offenheit, in Münster gemeinsam etwas anzuleiern. „Fusion“ ist dafür der neueste und deutlichste Beleg.

Die Initiative habe dabei „Future Vox“ ergriffen, wie Chorsprecherin Melanie Urspruch erläuterte. „Wir haben überlegt, wie man unsere Chorarbeit auffrischen könnte.“ „Future Vox“ hatte sich im MGV zunächst als Projektchor, der sich der Pop- und Rockmusik verschreibt, gegründet und mehr als 70 Sängerinnen und Sänger sowie Dirigent Dirk Schneider als Leiter gewonnen. Nach dem ersten Konzert blieben mit dem Plan, auch weiterhin gemeinsam zu singen, fast alle dabei. „Wir haben bei ,Future Vox’ noch immer 65 Leute“, so Urspruch. Als man beim Musikverein mit der Anregung vorstellig geworden sei, den eigenen Chor in einem Konzert mit dem Jugendorchester des Musikvereins zu vereinen – die vom Jugendorchester gespielten Stücke passten besser zu jenen des Chors als die des Großen Orchesters –, sei man gleich „auf offene Ohren gestoßen“.

Inzwischen habe sich der Eindruck bestätigt, dass man „auf einer Wellenlänge“ liege, heißt es sowohl vom MGV als auch vom Musikverein Münster. Einigkeit, die bei Vorbereitung und Umsetzung des großen Vorhabens auch wichtig ist. Vorerst proben Chor und Orchester unabhängig voneinander. Voraussichtlich im März werde es dann zu den ersten gemeinsamen Proben kommen. Matthias Jäger, Dirigent des Jugendorchester des Musikvereins, schilderte beim Pressetermin, dass insbesondere die Balance bei der Lautstärke von Orchester sowie Chor eine der Herausforderungen sein werde. Etwa ein Drittel des Konzerts werden beide Vereine gleichzeitig auf der Bühne präsent sein – vorn das Jugendorchester des Musikvereins, dahinter erhöht stehend der „Future Vox“-Chor des MGV. Jeweils ein Drittel des Abends werden Orchester und Chor solo bestreiten.

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Stichwort solo: Mit den Sängerinnen Antje Weber und Tanja Lippert (beide „Future Vox“) sowie Gitarristin Julia Lange (Jugendorchester) werden das Konzert auch drei Solistinnen bereichern. Stilistisch widmen sich Chor und Orchester insbesondere Klassikern der Pop und Rockmusik ab den späten 60er Jahren bis hin zu aktuellen Hits. Der Spannungsbogen soll von Led Zeppelin über Bon Jovi bis hin zu Andreas Bourani und den Ärzten reichen. Den musikalischen Faden für den Abend haben insbesondere die Dirigenten Jäger und Schneider erarbeitet.

200 Tickets wurden bereits verkauft, noch sind also Karten für den 13. Mai erhältlich. Kaufen kann man sie für 16 Euro pro Stück (freie Platzwahl) bei Schreibwaren Haus in der Darmstädter Straße 6. sowie bei beiden Vereinen.

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