Mäusberg-Quartier an den SVM-Sportplätzen soll 2021 fertig werden

Münster: Hängepartie geht ihrem Ende entgegen

Das Mäusberg-Quartier bei einem Heimspiel der ersten Mannschaft des SV Münster: Mitunter werden Straßen und Grundstücke recht chaotisch zugeparkt.
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Das Mäusberg-Quartier bei einem Heimspiel der ersten Mannschaft des SV Münster: Mitunter werden Straßen und Grundstücke recht chaotisch zugeparkt.

Mit Häusern bebaut und von Familien bewohnt ist das kleine Neubaugebiet nördlich der Fußball-Plätze des SV Münster schon lange. Ebenso lange warten die Anwohner im Quartier zwischen Friedhof, Am Mäusberg und Walter-Kolb-Platz auf den Endausbau der dortigen öffentlichen Flächen. Während Wohngebäude und Privatgrundstücke längst schön hergerichtet sind, stellen die Straßen, der Wendehammer und die Grünflächen noch immer ein Provisorium dar. Im Frühjahr 2021, ein Jahr nachdem Anwohner durch ein Schreiben an Ex-Bürgermeister Gerald Frank wieder Bewegung in die Sache gebracht hatten, soll die finale Gestaltung endlich konkret werden.

Münster - Der frühere Bürgermeister Gerald Frank hatte das lange Warten beim Endausbau am Mäusberg mit der Hoffnung begründet, das Quartier ins Programm „Aktive Kernbereiche“ nehmen zu können, was Fördermittel und eine Entlastung des Gemeinde-Haushalts bedeutet hätte. Das gelang bis zum Ende seiner Amtszeit nicht: Das Quartier liegt – anders als der Rathaus-Platz oder der alte Kern rund um die Hintergasse – auch heute nicht im förderfähigen Münsterer Ortsgebiet.

Der neue Bürgermeister Joachim Schledt erklärt, den längst überfälligen Endausbau des Quartiers im nächsten Jahr unbedingt über die Bühne bringen zu wollen. Noch fehlt jedoch der Satzungsbeschluss der Gemeindevertreter, der in der ersten Sitzungsrunde 2021 und damit noch vor den Kommunalwahlen gefasst werden soll. Erst danach können die endgültige Ausführungsplanung sowie die Ausschreibung und Vergabe der Bauleistung erfolgen. Im Sommer könnten im Gebiet die Bagger rollen.

Errichtet werden unter anderem sechs neue Stellplätze im südlichen und mittleren Planbereich, innerhalb der Quartiersplätze der Straße Am Mäusberg und der Rathenaustraße. Ob dies auch positiven Einfluss auf die dort mitunter chaotische Situation bei stark frequentierten Heimspielen der ersten Mannschaft des SV Münster haben wird, muss sich zeigen. Ein Konzept, das teils wilde sonntägliche Parken der Sportplatz-Besucher einzudämmen und die Lage für die Anwohner zu entspannen, ist aus Sicht der Gemeinde nicht nötig: „Besucher und Besucherinnen des SV Münster dürfen überall dort parken, wo es nach der Straßenverkehrsordnung erlaubt ist“, schreibt das Rathaus. Inwieweit das Parkverhalten der Besucher der SVM-Spiele künftig zu Kontrollen durch die beiden Ordnungskräfte der Gemeinde führen werde, müsse abgewartet werden. Was die Gemeinde sicher korrekt prognostiziert: „Ein größerer Besucheransturm wird zumindest noch während der Corona-Zeit nicht erwartet.“

Nichts geändert wird im Zuge des Endausbaus des Mäusberg-Quartiers an den Parkplätzen, die nördlich an das SVM-Hauptfeld grenzen. Anders im Bereich der Mäusberg-Häuser 25 bis 33: Im dortigen Wendehammer wird zum einen der Holzzaun abgebrochen; die Stellplätze werden mit einer wasserdurchlässigen Befestigung ausgebildet; die bestehenden Bäume bleiben auf den Quartiersplätzen erhalten. Die Fahrbahn wird mit Verbundpflaster ausgebildet; extra Gehwege werden nicht ausgebildet, stattdessen gibt es für Autofahrer und Fußgänger eine einheitliche Fläche ohne Trennung und Höhenunterschied.

Die Planung zur Neugestaltung der dreieckigen Grünfläche ist derweil noch nicht abgeschlossen. Klarheit herrscht hingegen hinsichtlich des im Bebauungsplan vorgesehenen, bislang aber nicht errichteten Wegs entlang der östlichen Friedhofsmauer: Er soll im Zuge der Baumaßnahmen 2021 als Rad- und Fußweg hergestellt werden. Die voraussichtlichen Gesamtkosten für den Endausbau des Mäusberg-Quartiers kann die Gemeinde derzeit nicht benennen, weil die Planung noch nicht abgeschlossen ist. (Jens Dörr)

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