Positive Zwischenbilanz für digitales Verbrauchsmanagement im Rathaus

Kluge Energiezähler schützen Klima

Entega-Regionalmanagerin Stefanie Horchler (links) und Damaris Schäfer von der Energiewende GmbH ziehen gemeinsam mit Bürgermeister Gerald Frank (links) und Klimaschutzmanager Eric Maercker eine Zwischenbilanz des Pilotprojekts für ein intelligentes, digitales Energiemanagement in der Gemeinde Münster. Foto: Mittmeyer-Riehl/ (P)

Münster – Seit einigen Monaten funken die Energiezähler im Rathaus der Gemeinde fleißig über die LoRaWAN-Funktechnologie ihre Zählerstände an das Energie-Cockpit des Klimaschutzmanagers Eric Maercker.

Die Klima-schutzkommune Münster hat ihr kreisweit einzigartiges Pilotprojekt für ein intelligentes, digitales Energiemanagement (wir berichteten) gemeinsam mit der Entega-AG und der Energiewende GmbH inzwischen erfolgreich umgesetzt.

Was Ende letzten Jahres mit der Installation eines Gateways auf dem Dach des Rathauses und der „Lorafizierung“ (siehe Info-Kasten) der Energiezähler im Rathauskeller durch die Entega begann, mündet nun in optisch ansprechenden und leicht verständlichen Grafiken und Übersichten des LGA-Cockpits, einer webbasierten Energiemanagement-Portallösung der Landesgewerbeanstalt (LGA) in Bayern, Körperschaft des öffentlichen Rechts, die die Energiewende GmbH gemeinsam mit der LGA für die Gemeinde Münster eingerichtet hat.

„Egal von welchem Endgerät und an welchem Ort, hat Herr Maercker nun Zugriff und Transparenz über seine Energiedaten, kann alarmiert werden bei Grenzwertüberschreitungen oder wenn es mal nicht funkt“, erklärt Damaris Schäfer, Prokuristin der Energiewende GmbH. „Mit den Auswertungen und Analysetools können zudem Energiefresser leicht aufgespürt und behoben werden, um den Energieverbrauch und die -kosten kontinuierlich senken zu können.“

Die smarte Energiemanagement-Lösung erspart außerdem weitere zeitfressende Arbeiten, wie Zählerstände ablesen, eintragen oder nachtelefonieren sowie manuelle Auswertungen für die Berichterstellung. Die Daten kommen über die Funktechnologie automatisiert und energiesparend ins System und werden von diesem sogleich ausgewertet, aufbereitet und visualisiert.

„Als Klimaschutzkommune haben wir damit einen wichtigen Schritt in gleich mehreren Bereichen gemacht: Klimaschutz, Digitalisierung und smart city“, bringt es Bürgermeister Gerald Frank auf den Punkt. „Durch moderne Technologien Ressourcen schonen, Kosten senken und die knappen personellen Ressourcen auf das Wesentliche fokussieren – das zahlt sich für Umwelt und Steuerzahler aus und bietet ganz neue Möglichkeiten.“

Dabei ist das Pilotprojekt erst der Anfang. „Die Gemeinde beabsichtigt, das erfolgreiche Projekt auf die anderen energierelevanten Bereiche der Gemeinde zu übertragen. Dabei steht nicht nur der Energieverbrauch, sondern auch die Energieerzeugung im Fokus, um die Energiewende vor Ort weiter voranzubringen und die verfügbaren Potenziale zu nutzen“, beschreibt es Klimaschutzmanager Maercker. Er hat bereits einen Förderantrag zum Ausrollen des Pilotprojektes eingereicht und plant die Einführung des Energiemanagements mit anderen interessierten Kommunen gemeinsam. Seit diesem Jahr stehen Kommunen attraktive Fördermöglichkeiten für die Einführung von Energiemanagementsystemen zur Verfügung.  tm

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