Welle der Hilfsbereitschaft

Gemeinde zieht Bilanz zur Einkaufshilfe in der Corona-Krise und stellt Angebot vorerst ein

Kita-Erzieherin Sevilay Aslan. gehört zu den freiwilligen Helfern.
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Kita-Erzieherin Sevilay Aslan. gehört zu den freiwilligen Helfern.

Kurz nachdem im März wegen der Coronavirus-Pandemie weitgehende Beschränkungen des öffentlichen Lebens in Kraft getreten waren, hatte die Gemeinde Münster eine Einkaufshilfe für Risikogruppen ins Leben gerufen.

Münster – Ziel war es, Münsterer über 60 Jahre oder mit Vorerkrankungen den Gang zum Supermarkt oder in die Apotheke zu ersparen, um sie vor einer Infektion zu schützen.

Nach nunmehr drei Monaten Einkaufshilfe zieht die Gemeinde eine positive Bilanz: „43 ehrenamtliche Helfer kamen dem Aufruf nach, Einkäufe zu übernehmen“, berichtet Tamara Wolf von der Kinder- und Jugendförderung, die das Angebot koordiniert hat. „Von der Welle der Hilfsbereitschaft waren wir wirklich überwältigt“, blickt Bürgermeister Gerald Frank zurück. Organisiert wurde das Angebot über eine eigens geschaltete Hotline.

Insgesamt wurden in den vergangenen 13 Wochen 56 Einkäufe getätigt. Eine regelmäßige Nutzerin ist die 68-jährige Brigitte Heckwolf. Sie gehört aufgrund ihres Alters zur Risikogruppe und hatte sich im März zu allem Übel noch die Schulter gebrochen, was es ihr unmöglich machte, selbst Einkäufe zu erledigen. „Die Einkaufshilfe hat immer super funktioniert, alle waren sehr freundlich und ich bin dafür sehr dankbar.“ Die Übergabe von Geld und Waren erfolgte einmal pro Woche unkompliziert durch das Fenster.

In den letzten paar Wochen gab es kaum noch neue Anfragen. Da das Infektionsgeschehen im Landkreis mittlerweile sehr stark eingedämmt werden konnte und Schutzmaßnahmen wie die Maskenpflicht beim Einkauf das Infektionsrisiko minimieren, wird die Einkaufshilfe über den Sommer vorläufig eingestellt. Denn die Kapazitäten in der Gemeindeverwaltung werden nun wieder verstärkt in anderen Bereichen gebraucht.

Sollte das Infektionsgeschehen im Landkreis wieder aufflammen, kann die Einkaufshilfe schnell wieder an den Start gehen, sie „schlummert“ sozusagen im Hintergrund weiter.   nkö

Falls einige Bürger aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe weiterhin auf eine Einkaufshilfe angewiesen sind, können sie sich bei Rene Schramm von der Christlichen Gemeinde unter 0151 19763500 melden. Er koordiniert ein Netz von Ehrenamtlichen, die weiterhin Einkäufe übernehmen können.

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