Erstes Projekt von Roger Rigorth im Altheimer Arthaus startet am Samstag

Lichteffekte und Kokons

Unter anderem diese Skulptur des Künstlers Roger Rigorth ist ab dem Wochenende im Arthaus zu sehen – inklusive Lichtprojektion von Jens Schader im Raum und an der Außenfassade des Gebäudes.
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Unter anderem diese Skulptur des Künstlers Roger Rigorth ist ab dem Wochenende im Arthaus zu sehen – inklusive Lichtprojektion von Jens Schader im Raum und an der Außenfassade des Gebäudes.

Am Samstagabend startet beim Altheimer Arthaus eine neue Ausstellung. Unter anderem wird das Gebäude in eine Lichtprojektion gehüllt. Es ist die dritte und letzte Veranstaltung einer vom Landkreis Darmstadt-Dieburg geförderten Reihe.

Altheim – In bunten Farben gehüllt erstrahlt an diesem und dem darauffolgenden Samstag das Arthaus in Altheim. „Transhuman“ ist das Thema der Ausstellung von Roger Rigorth und Jens Schader. Dazu werden vor dem Arthaus kleine Keimzellen, Heimzellen, Kokons installiert, die eine Geschichte von der Reise, dem Aufbruch erzählen. „Von der Sehnsucht nach dem Geborgensein, dem Weitergleiten.

Vom Ankommen und vom Aufbrechen. Dem Verschlossensein und dem sich öffnen wollen“, beschreibt Rigorth, Es ist das erste eigene Projekt des Vorstandsmitglieds des Arthaus-Vereins. „Vorher habe ich immer nur bei der Organisation geholfen oder das Haus vorangebracht“, erzählt er.

Auf das Motto der Ausstellung ist Rigorth bei einer seiner Reisen gekommen als er zum Thema Land Art in Frankreich unterwegs war und dort ein Symposium gesehen hat. „Das hat mich beeindruckt.“ Transhuman bilde die Gesellschaft ab, genauer genommen das Spannungsfeld zwischen groß und klein. „Manche denken global, suchen eine große Herausforderung. Andere wiederum fühlen sich daheim im kleinen geborgenen wohler“, erklärt Rigorth. „Und beeindruckend ist auch, dass wir uns nicht mehr nur als Hessen oder Deutsche sehen, sondern mittlerweile schon als Europäer.“

Das soll auch seine Ausstellung zeigen, die an diesem Samstag um 20 Uhr eröffnet wird. An diesem Tag und eine Woche später wird das Arthaus ab dem Einbruch der Dunkelheit bis etwa 22 Uhr in Licht gehüllt. Sonntags ist die Ausstellung dann von 15 bis 17 Uhr auch im inneren des Arthauses zu sehen – natürlich unter Einhaltung der 3G-Regel und mit Mund-Nase-Schutz. „Das ist natürlich auch gedacht, um die Leute wieder ins Haus zu lassen“, erklärt Rigorth.

Das vom Darmstädter Künstler installierte Lichtprojekt zeigt unter anderem den in Rigorths Werk zu sehenden Kokon auf den Fenstern und der Fassade. „Die Projektionen nehmen die Formensprache der Objekte auf, erzählen sie weiter, fragmentieren sie und fügen sie neu zusammen“, erklärt Rigorth.

Die Ausstellung „Transhuman“ ist die dritte und letzte Arthaus-Veranstaltung der Reihe „Open-Air, live und bunt – Sommerkultur im LaDaDi“, das im Programm Kultursommer 2021 durch die Beauftragte Bundesregierung für Kultur und Medien mit Mitteln aus „Neustart Kultur“ und des Landkreises Darmstadt-Dieburg gefördert wird. Zuvor gab es bereits die Ausstellungen „Imaginäre Reisen“ im August und „Zuwendung“ Anfang September.

Zum Veranstaltungskalender des Arthaus-Vereins kommen noch vier Konzerte hinzu, die über den Sommer hinweg organisiert wurden. Ein weiteres soll noch folgen. Was für den Verein schon ein mageres Programm ist. Denn üblicherweise – also in Vor-Corona-Zeiten – gab es in der Regel zwei große Veranstaltungen im Monat, also gute 24 im Jahr. „Und dazu kommen dann noch unsere regulären Angebote wie der Kinder-Gitarren-Kurs oder die Fotogruppe.“ Doch auf die musste der Arthaus-Verein nun längere Zeit verzichten. (Lars Herd)

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