Eröffnung verzögert sich

Lieferengpässe: Sanierung des Arthauses stockt

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Die dicken Bohlen im Sitzungssaal sind einmal geschliffen, doch auch hier gibt es noch viel für die Handwerker zu erledigen.

Altheim - Für Herbst, spätestens Mitte Oktober war die Wiedereröffnung des Arthauses geplant. Und obwohl bis Anfang September auch noch alles schön im Zeit- und Finanzplan lag, gibt es nun Verzögerungen. Vor allem Lieferschwierigkeiten werden als Gründe genannt. Von Thomas Meier 

Eigentlich sollte das Arthaus seine Sanierung und eine rauschende Eröffnungsfeier am Abend vor der Landtagswahl schon hinter sich haben. Doch wer derzeit ins altehrwürdige Moller-Haus blickt, sieht, dass dort wohl noch lange keine Party gefeiert werden kann. Höchstens eine Handwerkerfrühstück wäre auf der Großbaustelle gut denkbar.

Architekt Michael Kramer aus Eppertshausen erklärt die Verzögerungen mit Lieferschwierigkeiten beispielsweise der bestellten und aufzuarbeitenden Türen sowie mit Mehrarbeiten für die Handwerker, die erst während der Bauphase offenkundig wurden. Dennoch sei man froh, dass der Zeitplan „in etwa“ gehalten worden sei. Denn mit der Nennung eines frühen Wiedereröffnungstermines habe man auch den Handwerkern etwas Dampf machen können. Aufgrund voller Auftragsbücher seien die sonst schwer zu flotter Arbeitsweise zu animieren. Die Arbeiten lägen allerdings immer noch voll im Finanzplan. Das ehemalige Rathaus Altheims wird für insgesamt 360.000 Euro saniert, 200.000 Euro stammen aus dem EU-Leader-Projekt.

Noch sieht es im Erdgeschoss und dem Treppenhaus eher wüst als nach baldiger Eröffnung aus.

Kramers Einschätzung nach werde man Ende November mit der Sanierung fertig sein. Und wenn man sich im Gemäuerinnern umschaut, ist selbst diese Terminierung sehr optimistisch, denn noch nichts scheint fertig zu sein. Ein Fliesenleger schaffte im neuen WC-Sanitärbereich, die Restarbeiten der Maler erstrecken sich übers gesamte Haus mit seinen 160 Quadratmetern Nutzfläche. Der Boden im ehemaligen Ratsherren-Sitzungssaal ist zwar bereits einmal geschliffen, doch brauchen die dicken Holzbohlen noch den letzten Feinschliff, bevor die Fugen verfüllt und die aufpolierte Oberfläche dann die erste Ölung erhalten kann.

Archivbilder

Fiege-Baustelle in Dieburg

Auch der Travertinboden im Eingangsbereich des Hauses bedarf noch handwerklicher Annahme, das Treppenhaus ist derzeit vollgestellt mit Baumaterialien, nichts hat hier bislang frische Farbe gesehen und selbst die Decke ist noch die alte. Innen gibt es also noch viel zu tun bis zum Advent.

Draußen hingegen sieht man schon, dass sich einiges in den vergangenen Monaten getan hat. Architekt Kramer und Bürgermeister Gerald Frank waren erst diese Woche mit bei der Abnahme der Putzarbeiten, die alle in enger Abstimmung mit dem Denkmalschutz vergeben worden waren. Noch einige Nachbesserungen seien zu erledigen, sagt Kramer, und auch der Sandsteinsockel rund um den Eingangsbereich wird noch bearbeitet. Doch soll Anfang kommender Woche das Gerüst am Haus abgebaut werden.

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