Corona-Krise

Bürgermeisterwahl in Münster: Umfangreiche Vorsichtsmaßnahmen getroffen

Stellvertretender Wahlleiter Jens Pfeiffer (Mitte) mit Jolanta Hutcheson und Thomas Stark vom Bauhof kontrollieren ein letztes Mal, ob alle Sicherheitsmaßnahmen getroffen und genügend Masken und Handschuhe für die Wahlhelfer in der Kulturhalle bereitgelegt wurden. Fotos: 
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Stellvertretender Wahlleiter Jens Pfeiffer (Mitte) mit Jolanta Hutcheson und Thomas Stark vom Bauhof kontrollieren ein letztes Mal, ob alle Sicherheitsmaßnahmen getroffen und genügend Masken und Handschuhe für die Wahlhelfer in der Kulturhalle bereitgelegt wurden. 

Die Wahlberechtigten sind aufgerufen, ihre Stimmen zur Bürgermeisterwahl in Münster abzugeben. Es ist eine reine Briefwahl. Das ist ein Reaktion auf die anhaltende Corona-Krise. 

Münster – Rund 11 350 Wahlberechtigte sind aufgerufen, bis spätestens morgen 18 Uhr ihre Stimmen zur Bürgermeisterwahl Münsters abzugeben. Sie findet zwar wie schon vor langer Zeit terminiert statt, allerdings als reine Briefwahl.

Das haben die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses der Gemeinde, die in der Corona-Krise als „Ersatzparlament“ fungieren, Ende März einstimmig in einer Telefonkonferenz beschlossen.

Bereits am Mittwochnachmittag waren rund 50 Prozent der Briefwahlunterlagen im Wahlamt der Gemeinde eingegangen, gestern Mittag waren es knapp 60 Prozent. Ausgezählt wird im Viruskrisenjahr im Rathaus und in der Kulturhalle, wobei das kommunale Wahlamt mit Wahlamtsleiter Clemens Laub und seinem Stellvertreter Jens Pfeiffer die eigentlich für Münster eingeteilten sieben Wahl- und zwei Briefwahlbezirke nun in sechs Bezirke herunterbrach und sie auf ebensoviele Wahlvorstände aufteilte.

Einträchtig beieinander hängen die Bürgermeisterkandidaten-Plakate in Münster.

Die Stimmen werden auch nicht – wie gewohnt – nach Wahlbüros und den dazugehörigen Vierteln ausgezählt. Ziel war es, die Gesamtstimmen möglichst gerecht auf die sechs Wahlvorstände aufzuteilen. Dadurch entfällt freilich auch die von vielen Wahlbeobachtern geliebte Analyse, zu schauen, wo nun die Genossen und wo die Konservativen die meisten Stimmen holten.

Vor die großen KreuzchenAuszählerei hat das Coronavirus die Sicherheitsvorbereitungen gesetzt. Sämtliche sechs Wahlvorstände mit ihren jeweils acht Helfern werden Masken, Handschuhe und Desinfektionsmittel gestellt, neben den obligatorischen Erfrischungsgetränken. Auf Abstand soll geachtet werden. Und an den im Rechteck zusammengestellten Tischen für die großen Arbeitsflächen ist genügend Platz vorhanden. Allerdings kommen sich die Wahlhelfer auch schon mal naturgemäß näher, müssen sie sich und ihre Auszählungsergebnisse doch gegenseitig kontrollieren.

Bei der Auswahl der knapp 50 Helfer waren solche aus Risikogruppen ausgeklammert. Doch meldeten sich auch viele beispielsweise über 60-Jährige für den freiwilligen Dienst, vor allem aus den politischen Lagern. „Da gibt es immer welche, die hautnah dabei sein wollen,“ weiß Münsters Hauptamtsleiter Laub.

Und fünf bis sechs Personen hat das Wahlamt auch noch als Reserve in der Hinterhand, sollte morgen jemand aus den Teams überraschend ausfallen.

Von Thomas Meir

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