Ausstellung der Künstlergruppe „Art.2 (1)“ im Arthaus

„Farbton“ entpuppt sich als Publikumsmagnet

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Sehr gut besucht war die Vernissage zur Schau „Farbton“ der Arthaus-Künstlergruppe „Art.2 (1)“.

„Farbton“: Der Name jüngster Ausstellung der Künstlergruppe „Art. 2 (1)“ , ist nicht nur Programm, er entpuppte sich auch als Publikumsmagnet. Zur Vernissage am Sonntagnachmittag jedenfalls zog er zahlreiche Besucher ins Arthaus.

Altheim – Zwölf Kreative der Gruppe um Kristin Wicher hatten sich die letzten Monate intensiv mit dem Thema der Farbtöne auseinandergesetzt und präsentierten dem Publikum das Ergebnis dieser kreativen Auseinandersetzung. Bei einem Glas Sekt und bunten Leckerbissen konnten die Gäste die vielfältigen Arbeiten von Angela Schäfer, Anne Zimmer, Christiane Seib, Claudia Böhm, Dorothee Eitel, Hans-Peter Schmücker, Kristin Wicher, Núria Uyà-Höhne, Regina Heisser, Sandra Hebel, Sarah Kara und Susanne Rieger bestaunen.

Die präsentierte Variationsbreite der Arbeiten zeigt, wie unterschiedlich das Ergebnis bei der Auseinandersetzung mit einem Thema sein kann und sich doch harmonisch zu einem großen Ganzen zusammenfügt. Das stellten die Besucher immer wieder erstaunt und beeindruckt fest.

Zur Eröffnung sprach Hans-Peter Schmücker. Nach Einführung ins Ausstellungsmotto „Farbton – Ton – Klang“ las er aus einer Erzählung aus Herman Hesses „Tessin“ vor. Hesse beschreibt hier einfühlsam, welche Irritationen bei einem Künstler entstehen können, wenn ihm nicht der richtige Farbton zur Verfügung steht und er so gezwungen wird, sich dem gewünschten Klang auf andere Weise zu nähern.

Danach konnte das Publikum, begleitet von den sanften Tönen, die Carmen Knöll der Rav Vast, einem Stahlzungen-Perkussion-Instrument, entlockte, sich den Bildern widmen und die unterschiedlichen Farbtöne der ausgestellten Arbeiten auf sich wirken lassen. Die Ausstellung hat etwas Filigranes und Leichtes, da die Bilder nicht direkt an der Wand angebracht sind, sondern ein Stück vor der Wand oder im Raum schweben. Diese ungewöhnliche Präsentation verleiht der Schau einen besonderen Reiz.

Die Besucher ließen die Werke auf sich wirken und von ihnen überraschen. Es entstand ein reger Austausch, auch mit den Künstlern. Man fand sich in kleinen Gruppen zusammen und diskutierte angeregt. Eine Besucherin meinte, ein paar der Kunstwerke erinnerten sie an Arbeiten, die sie kürzlich im Centre Pompidou in Paris gesehen habe. Wieder eine andere Besucherin aus London war überrascht, dass in einem so kleinen Ort eine so avantgardistisch anmutende Ausstellung auf die Beine gestellt wurde.

Nachdem die Gäste sich intensiv mit den ausgestellten Werken beschäftigt hatten, konnten sie sich im unteren Teil des Gebäudes mit einem Glas Sekt oder einer Tasse Kaffee und kulinarischen Kleinigkeiten stärken und weiter über die Schau diskutieren. Dabei bot sich ihnen auch die Gelegenheit, sich mit den Ausstellern über ihre neusten Erkenntnisse zu Farbtönen auszutauschen. Wer wollte, konnte sich auch in den ausgelegten Büchern zur Kunst über die Farben und Maltechniken informieren.

Die Kreativen waren zufrieden und glücklich über die positive Resonanz, auf die die Ausstellung bei den Besuchern gestoßen ist, und auch darüber, dass sie mit ihren Arbeiten zu einer runden Arthaus-Veranstaltung beitragen konnten.

Wer die Veranstaltung zur Vernissage nicht besuchen konnte, hat kommenden Sonntag um 16 Uhr nochmals die Chance, bei der Finissage dabei zu sein. Das Arthaus „Café mit Hut“ hat geöffnet, sodass für das leibliche Wohl gesorgt ist. Ab 17 Uhr gesellt sich die „Klangwolke“ zu den Farbtönen, Besucher können sich dann auf das musikalische Experimentieren einlassen.  

tm

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