Parteiloser Kandidat mit Wurzeln im Ort

Joachim Schledt will Bürgermeister werden – „ein Kindheitstraum“

Joachim Schledt Bürgermeisterkandidat

Zur Bürgermeisterwahl am 26. April tritt auch ein parteiloser Kandidat an: Joachim Schledt (51) stellte sich am Freitag bei der CDU vor.

Münster – Als politische Ziele nennt er unter anderem, das Hallenbad wieder zu eröffnen, den Bürgerservice zu verbessern, das Frankenbach-Gelände zu bebauen und die Vereine mehr zu unterstützen.

„Mit meiner Kandidatur erfüllt sich für mich ein Kindheitstraum“, betont Joachim Schledt in einer Pressemitteilung. Er fühlt sich in Münster verwurzelt. Schon seine Großeltern lebten in der Gemeinde. Viele Jahre lang war er auf der Karnevalsbühne, zuletzt 18 Jahre als Sitzungspräsident der DJK Münster. Schon als Kind war er in die Vereinswelt hineingewachsen: Ministrant, Pfadfinder, Jugendfußballer.

Seine berufliche Heimat fand der Diplompädagoge in der Personalverwaltung. Seit elf Jahren ist er Personalchef des Biohändlers Alnatura, der mehrmals als „bester Arbeitgeber Deutschlands“ ausgezeichnet wurde. Zuvor hatte Schledt in gleicher Funktion beim amerikanischen Pharmaunternehmen Valeant und beim Personaldienstleister DIS AG gearbeitet.

„Wir müssen vom Reden endlich ins Handeln kommen“, fordert der Kandidat. In den letzten Jahren habe Münster viele Themen ausgiebig diskutiert und geplant.

Das Hallenbad, das wegen baulicher Mängel seit August stillgelegt ist, will Schledt erhalten, obwohl weder die Mängelliste noch die Sanierungskosten bekannt sind. Er regt die Gründung eines Zweckverbandes mit anderen Gemeinden an, um den Betrieb des Bades zu sichern.

Den Bürgerservice der Gemeinde will er durch digitale Angebote verbessern, die Behördengänge überflüssig machen. Statt eines neuen Rathauses favorisiert er einen Umbau nach dem Motto „zweckmäßig und effizient“.

Eine „sinnvolle Bebauung“ des Frankenbach-Geländes hat sich der Bürgermeisterkandidat ebenfalls auf die Fahnen geschrieben. Das Gelände lag lange brach.

Die Unterstützung der knapp 80 Vereine liegt Joachim Schledt besonders am Herzen. Der parteilose Kandidat fordert eine bessere Förderung und eine bessere Vernetzung der Vereine untereinander und mit der Gemeinde, um die ehrenamtliche Arbeit zu unterstützen.

Als Selbstverständlichkeiten bezeichnet der 51-Jährige ein bedarfsgerechtes Angebot der Kinderbetreuung, einen ausgeglichenen Haushalt und eine gute Zusammenarbeit mit den Nachbarstädten und -gemeinden. Gleiches gelte für eine ausreichende Dichte der ärztlichen Versorgung.

Als weiteres Ziel formuliert Schledt mehr Sachlichkeit in den Debatten der Gemeindevertretung: Ich bin mir sicher, dass mir sowohl meine Ausbildung als Personal- und Organisationsentwickler als auch meine Überparteilichkeit nutzt, moderierend so einzuwirken, dass sich alle wieder mehr auf die gemeinsame Sache für Münster und Altheim fokussieren. Wir können mehr und wir können es besser als das, was in den letzten Jahren entstanden ist.“  eh

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