Gestaltung eines Kreisels

Aus „Mist“-Antrag wird Wettbewerb

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Sieht in den Augen der CDU nur schön aus, wenn die „Münsterer Mischung“ gerade aufgegangen ist: der Kreisel an der Feuerwehr.

Wie soll künftig der neuste Münsterer Kreisverkehrs-Platz aussehen? Diese Frage warf die CDU in der jüngsten Sitzung der Gemeindevertreter auf. Die Union war der Ansicht, bei der Gestaltung des Kreisels am Ortsausgang Richtung Altheim gebe es Handlungsbedarf. Heraus kam schlussendlich ein Ideenwettbewerb.

Münster – Der Kreisel am Abzweig zum Neubaugebiet „Im Seerich“ hat drei markante Nachbarimmobilien: Die ehemalige Diskothek „Tropical“ wird wohl bald abgerissen und einem neuen Gebäudekomplex für Gewerbe und Wohnen weichen. Zwei Steinwürfe entfernt steht die Kulturhalle. Am stärksten geprägt wird das Umfeld jedoch vom Feuerwehr-Stützpunkt. Wozu die CDU in ihrem Antrag einen direkten Bezug herstellte. Monika Grimm erläuterte für die Fraktion, im Volksmund werde der junge Kreisverkehr bereits als „Feuerwehrkreisel“ bezeichnet. Die „wichtige Visitenkarte“ am Ortseingang sei derzeit nur in zwei bis drei Wochen im Jahr ein schöner Hingucker: Dann nämlich, wenn sich die gesäten Blüten der „Münsterer Blühmischung“ zeigten. „Ansonsten hinterlässt der Kreisel für viele Wochen keinen positiven Eindruck.“

Ihr Vorschlag: Man solle eine andere Lösung überlegen, die einen länger sehenswerten Pflanzenmix beinhalte, länger einen kühlenden Effekt auf das Mikroklima schaffe, den Insekten länger Nahrung biete und zugleich einen überschaubaren Pflegeaufwand mit sich bringe. Dies fasste Grimm unter dem Begriff „Nachhaltigkeitsstrategie“ zusammen. Darüber hinaus solle geprüft werden, „ob zum Beispiel ein feuerwehrtypischer Gegenstand auf den Kreisel“ gesetzt werden könne.

Münster: Beschlussvorschlag „Mist“ und „nichtssagend“

Jürgen Müller (SPD) fuhr der Christdemokratin sogleich in die Parade: Der Beschlussvorschlag sei „Mist“ und „nichtssagend“. Man solle „hier war beschließen, was die Gemeinde von allein machen kann“. Gerhard Bonifer-Dörr (ALMA) wollte die Gestaltung nicht aufs Feuerwehr-Thema verengt sehen. Er vermisste im Antrag auch Angaben zu den Anfangs- und Pflegekosten.

CDU-Fraktionsvorsitzender Thorsten Schrod, früher kommunalpolitisch in Eppertshausen aktiv, verwies schließlich auf einen Ideenwettbewerb, den Eppertshausen zur Gestaltung des Kreisels gen Hergershausen ausgerufen hatte. Der Beschlussvorschlag der CDU wurde von ihm schließlich dahingehend geändert, dass man auch für den Münsterer Kreisel einen solchen Ideenwettbewerb ausrufen wolle. An dessen Ende könnte auch eine andere Gestaltung als die originär von der CDU angeregte stehen. Der Vorschlag wurde einstimmig beschlossen. 

jd

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