"Dringend notwendiger Ausbau" 

Mehr Sicherheit für Radfahrer in Münster: Diese Ideen stehen zur Diskussion 

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Radler müssen auf der Hut sein auf Münsters Hauptstraße. Dort beispielsweise endet der Radweg, der entlang der L3094 von Dieburg kommt, unvermittelt und die Pedaleure werden auf die viel befahrene Darmstädter Straße geführt. Das Einfädeln gerät zum engen Unterfangen. 

Für ein sicheres Radfahren in der Frankfurter und der Darmstädter Straße macht sich ein Antrag der Alternativen Liste Münster und Altheim (ALMA) stark, der am Montagabend in der öffentlichen Gemeindevertretersitzung um 19 Uhr behandelt werden soll. 

Münster - Der Antrag kommt – zumindest für die Darmstädter Straße – überraschend. Sie soll ja seit vielen Jahren adäquat der Frankfurter Straße umgestaltet werden. Dieses Vorhaben wurde genauso oft abgeblasen, wie es auf der Agenda stand, doch jetzt ist es im Haushalt verankert (siehe Info-Kasten). 

Weil der Verkehr stets weiter zunimmt und die Radfahrer vor allem auf der Hauptstraße quer durch Münster – der viel befahrenen Landesstraße 3094 – immer öfter in Bedrängnis kommen, soll ihnen umgehend geholfen werden.

Münster: Mehr Sicherheit für Radfahrer in Diskussion 

ALMA-Fraktionschef Gerhard Bonifer-Dörr erklärt in seiner Antragsbegründung, man möchte ähnlich wie in Teilabschnitten der Hauptstraße in Eppertshausen auch in Münster – insbesondere in der Frankfurter Straße – dort, wo die Gehwege extrem schmal sind, die Fahrtgeschwindigkeit auf maximal 30 km/h begrenzen. 

„Darüber besteht generell die Möglichkeit, im Rahmen eines kommunalen Verkehrskonzeptes auch auf Hauptverkehrsachsen wie der Frankfurter und Darmstädter Straße Tempo-30 anzuordnen.“ 

Anordnung von Tempo-30-Zonen sowie dort, wo es möglich ist, das Abmarkieren eines beiderseitigen Fahrstreifens für Fahrräder.

Da nach Auswertung der jüngsten Verkehrszählung nunmehr die Erstellung eines neuen Verkehrskonzeptes auf der Agenda stehe, sei es an der Zeit, die Einführung der Geschwindigkeitsdrosselung in dieses Konzept zu integrieren. Bonifer-Dörr: „Eine Untersuchung des Bundesumweltamtes aus dem Jahr 2016 zu Tempo-30 an Hauptstraßen bescheinigt mit beispielsweise Gewinnen bei der Verkehrssicherheit überwiegend positive Auswirkungen dieser Regelung.“

Zusätzlicher Fahrstreifen und Tempo-30 möglich 

Das Abmarkieren eines sogenannten Schutzstreifens für Radfahrer, der mit entsprechenden Fahrradsymbolen zusätzlich gekennzeichnet ist, erhöhe bereits kurzfristig die Sicherheit für Radler im Straßenverkehr. „Im Zuge der Erstellung des kommunalen Verkehrskonzeptes und der Planungen für den Endausbau der Darmstädter Straße ist dort, wo es möglich und machbar ist, die Abmarkierung eines Radweges in die Planungen aufzunehmen“, befindet die ALMA. 

Mit solchen kurz- und langfristigen Maßnahmen werde auch das Ziel verfolgt, der täglich zu beobachtenden Unsitte des Radfahrens auf den Gehwegen in der Darmstädter Straße entgegenzuwirken.

Umbau Darmstädter Straße in Münster 

Der laut Bürgermeister Gerald Frank „dringend notwendige Ausbau der Darmstädter Straße“ ist seit 2016 in der Investitionsplanung wieder enthalten. War im Haushaltsplan 2012 der Umbau der Darmstädter Straße noch mit rund 900 000 Euro für 2013 geplant, so war diese Haushaltsposition im nächsten Haushalt nicht mehr zu finden.

Der Umbau und die Neugestaltung der Darmstädter Straße soll wegen der dort ansässigen Betriebe und Firmen sorgfältig geplant werden. Parkplatz und Vorplatz des Hallenbades will die Verwaltung dabei einbezogen wissen, damit ein möglichst attraktiver Ortseingang entsteht.  Von Thomas Meier 

Mehr Infos zu Münster: Im Mäusberg-Quartier sind die Straßen, der Wendehammer und die öffentlichen Grünflächen noch immer ein Provisorium. Gehwege gibt es bislang gar nicht. Nun naht der finale Ausbau. Ebenfalls etwas tun soll sich im Ortsteil Breitefeld. Das jedenfalls versprechen zwei Anträge für die kommende Sitzung der Gemeindevertretung.

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