Verkohlter Wald

Ein neuer Anfang - Politiker und Bürger betrachten Ränder des Muna-Areals 

+
Bürger und SPD-Politiker durchquerten die Tongrubenschneise.

Münster – Jedem Ende wohnt ein neuer Anfang inne – mit diesem Zitat eines spanischen Philosophen könnte man die aktuelle Situation im Münsterer Wald beschreiben.

Münster – Was Sturmtief Fabienne im letzten September nicht geschafft hatte, vernichtete jetzt auf einer Fläche von rund acht Hektar ein Waldbrand am Rande der Muna. Nach den ersten Planungen von Hessen-Forst soll das durch das Feuer verwüstete Gelände sich selbst überlassen werden. Hier könnten sich neue Arten entwickeln. Ein Neuanfang für den Wald.

Das Feuer wütete tagelang

Das Feuer wütete tagelang im von Menschen seit Jahrzehnten eher unberührten Forst nahe des Breitefeldes. Schwarz bestimmt die Szenerie, auf dem etwa zehn Hektar Wald Opfer der Flammen wurden und ungezählte verkohlte Baumstümpfe die Szenerie prägen. Baumstümpfe liegen quer, skelettierte Stämme ragen düster in den Himmel, der Boden ist von Asche übersät. Und zwischen den angekohlt-verbrannten resten lauern weiterhin die Gefahr noch nicht explodierter Munition. Hier soll ein Neuanfang entstehen?

Um sich einen Überblick über das Ausmaß des Brandes zu verschaffen, traf sich der SPD-Ortsverein kürzlich zu einer kleinen Fahrradtour. Der Leiter des Forstamtes Dieburg, Ronny Kolb, hatte die Parole ausgegeben, alles liegen zu lassen um zu sehen, was geschieht. Das wollten sich die Politiker nun anschauen.

Vom Rathausplatz zur Tongrubenschneise

Zusammen mit Bürgern aus Münster, Altheim und Dieburg ging es vom Rathausplatz vorbei an dem neuen, geplanten Dieburger Gewerbegebiet „Auf die Allmendländer“ zur Mörsmühle. Über Gundersaalschneise und Oberfordtmeisterschneise gelangte die Gruppe zur Tongrubenschneise.

Während sich südlich der Tongrubenschneise eine riesige kahle Fläche ausbreitet, blickt man auf der nördliche Seite auf die verkohlten Überreste von Bäumen. Ein trauriger Anblick. Bürgermeister Gerald Frank gab einen kurzen Überblick über die hervorragenden und enormen Leistungen, die von der Münsterer Feuerwehr mit Unterstützung der freiwilligen Feuerwehren der benachbarten Gemeinden und den Berufsfeuerwehren aus Darmstadt, Offenbach und Frankfurt bei der Bekämpfung des Brandes erbracht wurden.

Weiter ging es dann zur „Auszeit bei Axel“ im Freizeitzentrum, wo man bei Sauergespritztem und Handkäse noch einmal über die Eindrücke dieses Ausflugs ausführlich diskutierte.

von Thomas Meier

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare