Mehr Sicherheit auf Hauptstraßen

Verkehrsausschuss verständigt sich einstimmig auf Ziele der ALMA-Anträge

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Gefährliche Szenen, die bald der Vergangenheit angehören sollen: Noch immer denken viele Radler, der Gehweg an der Goethestraße sei auch weiterhin für sie ausgewiesen.

Im Gemeindeparlament Münster haben sich die Mitglieder für mehr Fahrradfreundlichkeit ausgesprochen.

Münster – Die Zeit aufgemalter Fuß-Radwege in der Goethestraße, sie dürfte bald abgelaufen sein: Nachdem das Gemeindeparlament am 2. September die zwei Anträge zur Verkehrssicherheit in Münster der ALMA-Fraktion zur weiteren Behandlung in den Ausschuss für Verkehr, Umwelt und Energie verwiesen hatte, sprachen sich die Ausschussmitglieder nunmehr einstimmig für die Umsetzung aus.

Damit werden das Radfahren und Zu-Fuß-Unterwegs-Sein auf Münsters Goethestraße im kommenden Jahr deutlich sicherer werden. Immer wieder kommt es noch heute dort auf dem Gehweg zu gefährlichen Situationen, weil Radfahrer diesen Gehweg auch zum eigenen Fortkommen nutzten. Sie handeln dabei zumeist im Irrglauben, dass es sich um einen kombinierten Fuß- und Radweg handele. Schließlich zeugen noch Reste einstiger Farbmarkierungen von ursprünglicher Absicht

Dies, und das bestätigte auch das örtliche Ordnungsamt in der Sitzung des Ausschusses, ist aber seit vielen Jahren nicht so. Und so kam man im Ausschuss auch schnell überein, bald letzte verblichene Fahrradmarkierungen entfernen zu lassen. Ebenso die roten Fahrstreifen an den Einmündungsbereichen der Seitenstraßen, da beides suggerieren könne, dass man sich auf einem Radweg befinde.

Zudem soll der Gemeindevorstand gemäß des Ausschuss-Beschlusses durch unterstützende Pressearbeit auf die geltenden Regeln hinweisen. Nur Kinder bis zum Lebensalter von zehn Jahren haben mit dem Fahrrad auf dem Gehweg etwas zu suchen. Für erwachsene Radfahrerinnen ist er grundsätzlich tabu.

Die Sicherheit für Radfahrer auf Münsters Hauptstraße – also Darmstädter- und Frankfurter Straße – soll ebenfalls deutlich verbessert werden. Die Vorschläge eines Fachplaners, der gemäß des ALMA-Antrags in der Darmstädter Straße Radwege und sogenannte Schutzstreifen für Radler vorgeschlagen hatte, wurden vom Ausschuss einstimmig begrüßt. Auch hier soll die Umsetzung im bereits kommenden Jahr beginnen.

Bedingung für „Grünes Licht“ für die Realisierung der beiden ALMA-Anträge ist jetzt noch die Zustimmung des Gemeindeparlaments, das voraussichtlich in seiner Sitzung am 9. Dezember den Weg freimachen wird. Für die Sitzung am kommenden Montag, 4. November, war der Beschluss des Ausschusses zu spät gefallen. tm

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