Klassenfahrt mit Hindernissen

Weihnachtstheater an der Regenbogenschule begeistert Zuschauer

Mit vielfachem „Ay, ay captain“ quittierten die frisch gebackenen Piraten die Anweisungen ihres Chefs.
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Mit vielfachem „Ay, ay captain“ quittierten die frisch gebackenen Piraten die Anweisungen ihres Chefs.

Die Kinder verlassen spätestens nach der 4. Klasse die Schule: Viel länger besteht jedoch die Tradition, dass die Regenbogenschule in der Vorweihnachtszeit ein Theaterstück aufführt.

Altheim – Kinder von der ersten bis zur vierten Klasse sind beteiligt, angeleitet von einem engagierten Team von Lehrern. Die Pädagogen lassen den Kleinen viel Raum bei der Ausgestaltung des Stückes. Es fängt an mit einer Geschichte, die gespielt werden soll.

Die Handlung des Stückes stammt nicht immer aus der Feder eines professionellen Schriftstellers, oft entwickelt sich die Idee für die Handlung auf Basis kindlicher Fantasie und wird schriftlich festgehalten. Dem folgen Gedanken über Kostüme, Bühnenbild, musikalische Ergänzungen, Geräusche zur Untermalung und Gestaltung des Lichts für die Bühne.

Die Pädagogen, allen voran Max Petermann, Grundschullehrer mit Passion an der Regenbogenschule, daneben ausgebildeter Schauspieler, Theaterpädagoge und Regisseur, verleihen dem Ganzen in zahlreichen Proben Struktur. Ein für alle Beteiligten nicht leichtes Unterfangen, galt es doch in diesem Jahr, die insgesamt 103 Kinder aus den verschiedenen Jahrgangsstufen sinnhaft einzubinden. „Klassenfahrt“ war das Thema des Stücks, das am Mittwoch aufgeführt wurde.

Vormittags war Generalprobe angesagt, um 17 Uhr standen alle bereit zum Beginn der großen Premiere im Foyer der Regenbogenschule. Dicht gedrängt hatten sich Eltern, Großeltern und sonstige Interessierte um die sechseckige Bühne versammelt. Einen theaterüblichen Vorhang gab es nicht, die Bühne war dunkel gehalten. Ein Scheinwerfer erstrahlte, eine Gestalt in blauem Ringelshirt erschien und begrüßte alle mit küstennahem Dialekt.

Max Petermann war es, der den Besuchern erklärte, was Mädchen und Jungen, die sich auf Klassenfahrt an der Küste befanden und sich zu einem Ausflug mit der Lehrerin verabredet hatten, so erlebt haben oder erlebt haben könnten. Jungs und Mädchen verpassten sich am Treffpunkt, die Jungs entdeckten einen alten Kahn, der sich in ein Piratenschiff verwandelte, nachdem aufkommender Nebel die Jungs in einen magischen Schlaf versetzt hatte.

Eilends setzten die Matrosen die Segel und los ging die Fahrt. Sturm kam auf, mit wild geschwenkten Brettern am Bühnenrand symbolisiert, trieb das Schiff auf eine Insel, wo die Mannschaft von Eingeborenen in einen Käfig gesperrt wurde.

Die Mädchen hatten den Kahn auch entdeckt, schliefen aber nicht ein. Sie folgten ihren Kameraden anhand verlorener Baseball-Kappen, gelangten ebenfalls auf die Insel und konnten nach abenteuerlichem Marsch durch den Dschungel aus Schnüren, die Jungs befreien. Man versprach sich nun gegenseitig, Freundschaft und Zusammenhalt zu pflegen.

Begeisterter Applaus der Zuschauer folgte dem lebhaften und durch tänzerische Einlagen sowie rhythmisches Trommeln auf umgestülpten Plastikeimern ergänzten Auftritt der Schülerschar. Rektorin Natascha Heiß bedankte sich bei allen Beteiligten für den engagierten Einsatz. Es war ihr eine Freude, Helga Blitz als ihre langjährige Vorgängerin unter den Zuschauern begrüßen zu dürfen.

Mit dem weihnachtlichen Lied „Feliz Navidad“, von allen im Foyer gemeinsam gesungen, ging der offizielle Teil der Schulveranstaltung zu Ende. Förderverein und Elternbeirat hatten dafür gesorgt, dass niemand hungrig oder durstig heimgehen musste und es dauerte noch, bis der Letzte das Schulgebäude verlassen hatte.
VON PETER PANKNIN

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