Zeit- und Kostenplan

Anbau für Münsters Kita Im Rüssel kostet rund 500 000 Euro

Kindergarten Im Rüssel Rohbau Gerüst
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Die Verputzer für den Anbau an die Kita Im Rüssel rücken nächste Woche an.

Die kommunale Kindertagesstätte Im Rüssel hat in ihren 44 Jahren des Bestehens vor allem in der jüngeren Vergangenheit eine überaus bewegte, auch unrühmliche Geschichte hinter sich bringen müssen. Jetzt steht sie kurz vor Vollendung eines eine halbe Million Euro teuren Anbaus für 25 Kinder.

Münster – Und trotz durch die Coronapandemie bedingten Problemlagen liegt die Gemeinde mit dem Projekt im Zeit- und Kostenplan. Eigentlich sollte 2016 das Jubiläum „40 Jahre Kindergarten Im Rüssel“ gefeiert werden. Doch Schimmelbefall führte im August 2015 zur Evakuierung des Kindergartens ins JUZ. Dann stimmte auch noch die Prüfstatik nicht mit örtlichen Gegebenheiten überein. Neubau oder Sanierung – diese Frage bestimmte lange politische Debatten. Das Haus wurde komplett entkernt und schließlich im Sommer 2017 neu eingeweiht. Zu Verzögerungen im Zeitplan war es damals gekommen, weil Handwerker fehlten. Die komplette Einrichtung war über die Zeit hinweg in die dafür geräumten Räumlichkeiten des einstigen Jugendzentrums an der Bahnhofstraße evakuiert worden.

Die Idee eines Anbaus, schon vor Schimmelbefall diskutiert, wurde wieder aufgenommen, da in der Gemeinde Kindergartenplätze rares Gut waren. Und wenn jetzt nicht weitere Unbilden auftauchen, sollte bald Einzug gefeiert werden können. Bereits kommende Woche soll mit dem Anlegen des Außenputzes begonnen werden, war auf Anfrage aus dem Rathaus u erfahren.

Die Grundflächenerweiterung der Kita beträgt rund 142 Quadratmeter für zusätzliche 25 Kinder – bisher sind es 75 Kinder in je zwei Gruppen U3 und Ü3 Im Rüssel untergebracht. Neue Hausanschlüsse für Strom und Wasser wurden hergestellt oder umverlegt, jetzt folgt der Sockelputz. Erstrahlt der Anbau in neuem Putz, kommt Abbau des Gerüst und es kann mit der Wiederherstellung der Außenanlagen begonnen werden, die von den Bauarbeiten reilich nicht unberührt blieben.

Die Innentüren, eine mobile Raum-Trennwand, WC-Trennwände und Bodenbelag sind bestellt, die Ausführungstermine mit den betrauten Firmen sind fixiert. Mit den Trockenbauarbeiten – also Spachtelung der Wandoberflächen als Vorbereitung für die Tapezierarbeiten – sind Arbeiter bereits zugange. Auch der Einbau der Zu- und Abluftführung für die Garderobe, sowie die Installation der Einzelraumlüfter in die Fassade und Inbetriebnahme der Bestandslüftungsanlage sind in Arbeit. „Die Dachdeckungsarbeiten werden nächste Woche fertig gestellt“, heißt es aus der Verwaltung.

Auch ein „Blower-Door-Test“ zur Überprüfung der Luftdichtheit ist beauftragt. Die Fliesenarbeiten an den Wänden sind fertiggestellt, die Bodenfliesen liegen um Verlegen bereits.

„Der Zeitplan wird bisher gehalten“, berichten die Planer im Rathaus. Die Fertigstellung mit Grundreinigung ist für Mitte November vorgesehen. Allerdings: „Ob auch ein Eröffnungsfest mit Öffentlichkeit stattfinden kann und wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt aufgrund der Corona-Entwicklung noch nicht absehbar.“ (Von Thomas Meier)

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