Neue Wege in Coronavirus-Zeiten

Münster: Männergesangsverein Future Vox probt im virtuellen Raum

Ein Teil der Stimmen von Future Vox bei der digitalen Chorprobe auf dem Screenshot des Dirigenten . Nach dem Singen wurde auch der Gruppenchat ausgiebig genutzt und man genoss die virtueller Runde.
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Ein Teil der Stimmen von Future Vox bei der digitalen Chorprobe auf dem Screenshot des Dirigenten . Nach dem Singen wurde auch der Gruppenchat ausgiebig genutzt und man genoss die virtueller Runde.

Durch das Coronavirus ist gemeinsames Proben nicht möglich. Der Männergesangsverein Future Vox aus Münster geht neue Wege.

Münster – Gemeinsames Singen, Chorproben und Konzerte sind angesichts der aktuellen Situation gerade nicht möglich. Das Chorwesen ist komplett zum Erliegen gekommen. Doch wie geht es den Chorsängern mit dieser ungewöhnlichen Situation? Wie bleiben Chöre trotz Kontaktbeschränkung in Kontakt? Zur Überbrückung der chorfreien Zeit gehen die Mitglieder des Popchors Future Vox der Münsterer Männersänger jetzt einmal ganz neue Wege.

Bekanntermaßen macht Not erfinderisch. Deshalb trafen sich die Sängerinnen und Sänger des heimischen Popchors kürzlich erstmals zu einer digitalen Chorprobe. Coach Dirk Schneider hatte die technischen Voraussetzungen geschaffen und die Zugangsdaten per Mail verschickt.

Pünktlich zur üblichen Probenzeit wurden die Rechner hochgefahren, Mikrofone eingeschaltet und Kameras ausgerichtet. Dann konnte jeder unter Anleitung von Schneider für sich alleine zu Hause vor dem Computer singen.

Münster: Gemeinsames Singen ist nicht möglich - Spaß macht es trotztdem

Durch die unterschiedlichen Latenzen in der Übertragung ist es zwar nicht möglich, gemeinsam zu singen. Dennoch waren alle Beteiligten begeistert von der virtuellen Chorprobe. Für nächsten Dienstag hat man sich erneut zum Treffen vor dem PC verabredet.

Die beteiligten Stimmen des Chores gaben sich positiv überrascht von der virtuellen Proben-Improvisation. „Zunächst hatte ich mich sehr gefreut, als die Mail von Dirk ankam, dass unsere Chorproben virtuell fortgeführt werden. Ich fand es sehr gut, dass die Probezeit und der Tag so wie immer stattfindet,“ lautete ein Statement, ein weiteres: „Ich war sehr gespannt, wie das alles werden würde. Schon das Einloggen war unproblematisch“. Doch als sich der virtuelle Proberaum gefüllt habe, hätten sich alle gefreut, sich und den Dirigenten gesund und stimmlich munter wiederzusehen und zu hören, heißt es seitens der Männersänger.

„Natürlich konnte das Singen, ohne den Chor zu hören, die normale Probe nicht ersetzen, meinte ein Sänger, aber trotzdem sei seine Motivation noch mal gestiegen, weil es weitergehe. „Sich beim Singen zuzusehen, war eine neue Erfahrung“, bekannten gleich mehrere Heimsinger. Und gefallen hat einigen, die anderen Chormitglieder im anschließenden Chat besser kennenzulernen, Auch wenn alles nicht unmittelbar, sondern übers Netz lief, wirkte die Probe positiv nach. Die Teilnehmer freuen sich schon auf die kommenden Sing-Zeiten. tm

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