Auftaktveranstaltung „Aktive Kernbereiche“

Nicht im stillen Kämmerchen: Bürger an Förderprogramm beteiligt werden

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Im voll besetzten Sitzungssaal des Rathauses stellten Bürgermeister Gerald Frank (vorne, von links), Claus Schlindwein und Jenny Nußbaum, Mitarbeiter von „ProjektStadt“, erste Vorhaben vor und beantworteten Fragen.

Im Herbst vergangenen Jahres erhielt die Gemeinde Münster den Bescheid, dass sie sich erfolgreich um Aufnahme in das vom Bund und vom Land Hessen zu Zweidrittel finanzierte Städtebauförderungsprogramm „Aktive Kernbereiche“ bemüht hat.

Münster – Nach der im Mai erfolgten Genehmigung des Haushalts durch die zuständige Aufsichtsbehörde kann nunmehr mit den planerischen Arbeiten begonnen werden.

Aus dem Städtebauförderungsprogramm „Aktive Kernbereiche“ stehen Fördermittel in einer Größenordnung von mehreren Millionen Euro zur Verfügung, die es über einen Zeitraum von etwa zehn Jahren sinnvoll einzusetzen gilt. Damit Planungen konkreter Maßnahmen nicht im stillen Kämmerchen von kleinen Gremien erfolgen, ist eine breite Beteiligung der Bürgerschaft zur Schaffung von Akzeptanz bei Bürgern und Geldgebern angestrebt.

Wie das in Münster umgesetzt werden soll, hat die Gemeinde in einem öffentlichen Workshop interessierten Teilnehmern vorgestellt. Das Interesse an dieser Veranstaltung war trotz der sommerlichen Temperaturen zur Freude von Bürgermeister Gerald Frank so groß, dass die vorhandene Bestuhlung im Sitzungssaal des Rathauses nicht ausreichte und zusätzliche Sitzmöglichkeiten geschaffen werden mussten. Zum professionellen Erstellen des geforderten „Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK) wurde seitens der Gemeinde die Firma „ProjektStadt“, ein Unternehmen, das zur Unternehmensgruppe „Nassauische Heimstätte“ gehört, beauftragt. Claus Schlindwein und Jenny Nußbaum, Mitarbeiter der vorgenannten Firma, stellten dann Inhalte und vor allem zeitliche Abläufe der Projektplanung vor.

Wichtig dabei ist, dass die Projektplanung für Münster bis November dem Ministerium vorgelegt werden muss. Findet sie dort Zustimmung, wird sie mit Ergänzungen oder Änderungswünschen versehen an die Gemeinde zurückgegeben, die dann die formale Zustimmung der gemeindlichen Gremien einholen wird. Ein Prozess, der sich über die Laufzeit des Projektes jährlich wiederholen soll. Es wurde betont, dass ein Projekt über einen derart langen Zeitraum sicherlich Ergänzungen oder Veränderungen erfahren wird, sodass es nicht zwingend notwendig ist, bereits jetzt letzte Feinheiten in der Planung zu berücksichtigen.

Die Mitwirkung der Bürgerschaft soll durch eine sogenannte Lokale Partnerschaft (LoPa) sichergestellt werden. Nach Vorstellungen der Gemeinde Münster sollen Menschen, die das Zusammenleben in Münster bereits jetzt durch ihre ehrenamtliche oder berufliche Tätigkeit prägen und voranbringen, sich in der LoPa wiederfinden.

Zur Auftaktveranstaltung waren daher Vereine, Verbände, Gewerbetreibende, Kirchengemeinden und politische Organisationen eingeladen, mit großer Resonanz, wie zu erleben war.

Nach dem Vortrag der Mitarbeiter von „ProjektStadt“ folgte eine lebhafte Runde mit Fragen aus dem Publikum rund um das Projekt, auch erste Vorschläge wurden eingebracht und aufgenommen. Termine weiterer, vertiefender Workshops sollen rechtzeitig bekannt gegeben werden.

Mehr Informationen

Ansprechpartner im Rathaus sind Olaf Burmeister-Salg, z 06071 3002-521, und Anne Wenzel, z 06071 3002-522.

Von Peter Panknin

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