Nach Streit

Pächter des Kulturhallen-Restaurants geben auf

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Das Pächterpaar Malgorzata Granatowicz und Benaissa El Allali geben die Bewirtschaftung des Restaurants in der Kulturhalle nach den öffentlich ausgetragenen Unstimmingkeiten auf.

Münster -  Die Pächter des Restaurants der Kulturhalle werfen das Handtuch, beenden das Pachtverhältnis mit der Gemeinde einvernehmlich zum 31. Juli. Von Thomas Meier

Hauptursache liegt im öffentlich ausgetragenen Krach um die Bewirtschaftung der Fastnachtsveranstaltungen vom vergangenen Jahr. Das Pächterpaar und die Gemeinde bezogen gestern Stellung. „Malgorzata Granatowicz und Benaissa El Allali als Pächter des Kulturhallen-Restaurants in Münster, deren rechtliche Interessen ich wahrnehme, bedauern es sehr, in der von ihnen geführten Gaststätte nicht die für eine auf Dauer angelegte Führung eines Gaststättenbetriebs unabdingbare Resonanz gefunden zu haben“, schreibt Professor Hans Jochen Reinert, Rechtsanwalt der Pächter, der sich bereits in der Sache zu Wort gemeldet hatte. Zwar sei es gelungen, durch ein qualitativ hochwertiges Speisen- und Getränkeangebot sowie „die Bereitstellung eines anheimelnden Interieurs eine Reihe von Stammkunden zu gewinnen, für deren Treue sich das Pächterehepaar bedankt“, erklärt der Anwalt. Gleichwohl erscheine eine nachhaltige Weiterführung des Betriebs auch unter Zugrundelegung des von der Gemeinde Münster gewünschten Konzepts nicht mehr möglich. Das Pachtverhältnis werde einvernehmlich zum 31. Juli 2018 beendet.

Die Hauptursache für den mangelnden Zuspruch der Münsterer Bevölkerung liegt nach Einschätzung des Pächterehepaars in der überraschenden Absage des für Anfang Februar des Jahres geplanten Fastnachtssitzung des FSV Münster, für die in der Öffentlichkeit die Gaststättenbetreiber – wenn auch zu Unrecht – verantwortlich gemacht wurden. Trotz dieser schweren Hypothek werden sich die Eheleute weiterhin in Münster gastronomisch betätigen und ab dem 1. August die Gaststätte des Schützenvereins Waidmannsheil Münster, Am Höllenberg, unter Beibehaltung der bisherigen Öffnungszeiten, als Pächter führen. Granatowicz und El Allali „freuen sich auf ein Wiedersehen in den neuen Räumlichkeiten“, heißt es im Anwaltsschreiben. „Die Gemeinde Münster bedauert die Kündigung des Pachtvertrages durch die Pächter und den damit einhergehenden Verlust des hochwertigen gastronomischen Angebots sehr“, ließ kurz nach Reinert die Gemeindeverwaltung per E-Mail verlauten. Und: „Die Gaststätte bleibt ab August bis auf Weiteres geschlossen, kann aber selbstverständlich wie gewohnt durch Vereine und Privatleute für Veranstaltungen gemietet und genutzt werden.“

Bilder: Ghana-Hilfe-Tag in der Kulturhalle

Eine Neuverpachtung des Restaurants solle erst im nach einer noch zu erstellenden Gesamtkonzeption der Kulturhalle Münster als Veranstaltungsort angegangen werden. Die Planungen hierfür hätten bereits begonnen, heißt es. Ziel sei es, eine neue Infrastruktur zu schaffen, die sowohl einen professionellen gastronomischen Betrieb über das gesamte Jahr hinweg als auch die Nutzung der Halle durch Vereine und Privatpersonen ermöglicht: „Die örtlichen Vereine werden selbstverständlich in diese Planungen mit einbezogen“, kündigt die Gemeinde Münster an.

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