Mit Flugblatt auf Sponsorensuche

Neue Rathaus-Initiative steht unter dem Motto "Münster mitgestalten"

Mit einem quadratisch-praktisch gefalteten Flugblatt will Münster noble Spender werben, etwa für den Ankauf der Langsmühle. 
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Mit einem quadratisch-praktisch gefalteten Flugblatt will Münster noble Spender werben, etwa für den Ankauf der Langsmühle. 

Die Wirtschaftsförderung der Gemeinde hat für die Akquise von privaten Finanzmitteln einen Sponsorenflyer unter dem Motto „Münster mitgestalten“ entwickelt. Es geht hierbei um verschiedene Projekte, die für Münster in den nächsten Jahren von Bedeutung sein werden. 

Münster – „Unser Ziel ist, für die verschiedensten Projekte Sponsoren zu akquirieren und so zum Beispiel einen Ankauf der Mühle als identitätsstiftendes Gebäude realisieren zu können“, erklärt Bürgermeister Gerald Frank bei der Vorstellung des quadratisch gefalteten Infoblattes im Rathaus.

Drei Projekte sind es, die der Kommune laut Flyer besonders am Herzen liegen. Das Kulturprogramm, für das Sponsoren mit einer Förderer-Plakette „Realisiert mit Unterstützung von ...“ gelockt werden sollen, der Kauf der Langsmühle, zu dem edle Spender als „Kulturförderer“ oder „Kulturunterstützer“ auf allem Gedruckten zur Mühle und dem darin untergebrachten Museum genannt werden sollen, sowie das Projekt Muna. Zu letzterem können sich Geldgeber auf großen Werbeflächen von 4,5 mal 4,5 Metern wiederfinden, beispielsweise den Toren der Bunker. Außerdem werden Banner zu besonderen Anlässen in der Muna aufgestellt und Sponsoren-Plaketten mit der Aufschrift „Realisiert mit Unterstützung von ...“ an Wegweisungsschilder befestigt.

„Eine Unterstützung des Kulturprogramms als Sponsor sichert das hochwertige Angebot für alle Generationen“, werden die Spender für die Vorstellungen in der Kulturhalle umworben. Und „mit dem Kauf der Mühle wollen wir als Gemeinde unser zentrales historisches Erbe bewahren und seinen Fortbestand als Ort der Geschichte, Kunst und Kultur für alle Einwohner und Besucher sicherstellen,“ heißt es zum großen Vorhaben. 2005 bis 2006 gestaltete die Gemeinde die gemietete Immobilie zum Museum um. Kaufabsichten hegt die Kommune schon länger.

Für die Muna-Entwicklung appelliert Münster an Spender, die sich den Generationen und der Nachhaltigkeit verpflichtet fühlen: „Eine Unterstützung des Muna-Projektes hilft dabei, diesen besonderen Ort für Kindergärten, Schulen und Naturinteressierte hautnah erlebbar zu machen.“ Wo über Jahrzehnte Kampfmittel gelagert und umgewälzt wurden, soll auf 260 Hektar Fläche der Natur Raum gegeben werden, den sie sich in den Jahren der Bunkerbewirtschaftung erarbeitet hat. Auf den lange Zeit unberührten Wald-, Wiesen- und Sumpflandschaften haben seltene Arten ein Zuhause gefunden. Mit der Ansiedlung von Wisenten und Wildpferden unterstützten die Sponsoren Landschaftspfleger und sind naturpädagogisch auch für nachfolgende Generationen aktiv.

Zu Wort kommen für das angestrebte Sponsoring der Bürgermeister, Landrat Klaus Peter Schellhaas, Tischtennis-Weltmeister und -Bundestrainer Jörg Roßkopf sowie Erich Kampmann vom gleichnamigen Edeka-Markt in Münster, der bereits seit Jahren als Kultur-Partner auftritt.

„Die Wirtschaftsförderung wird in den nächsten Tagen den Flyer mit einem entsprechenden Anschreiben an potentielle Unternehmen und Einzelspender versenden“, informierte Bürgermeister Frank die Parteien.

VON THOMAS MEIER

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