Vor dem Abgang über den roten Teppich

Rauschendes Fest der zehnten Jahrgänge der Schule auf der Aue in der Gersprenzhalle

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Jana Lebedev, Jana-Sophie Eitler und Trinh Kellie begeisterten als Gesangstrio.

Die Garderobe der knapp 200 Abgänger der Schule auf der Aue passte zum selbst gewählten Feten-Thema „roter Teppich“. 

Münster – Eine jede Schülerin, ein jeder Schüler schmiss sich in Schale, grad’ als wenn es um die Verleihung eines Oscars ginge, nicht um profanes, wenngleich umso wichtigeres Abschlusszeugnis. Die Feier in der Gersprenzhalle, in der für die acht Abgängerklassen nebst mitfeierndem Anhang knapp 700 Stühle gestellt worden waren, war bestens besucht und dank munteren Programms auch sehr unterhaltsam.

Sie hatte schon eine filmische Choreografie, die Abgängerparty, die erstmals seit Langem wieder einen reinen G9-Jahrgang hatte. Jeder Gast fand über einen roten Teppich Einlass in den geschmückten Saal, an dessen Wänden Plakate berühmter Kinostreifen hingen, versehen mit Filmkritiken und anderem passenden Zierrat. Und ein Fotograf hatte sich im Foyer vor der Halle aufgebaut, vor allem die schick gekleideten Abgänger in ihrem Aufzug – solo und in Gruppen – abzulichten. Auch eine Selfie-Ecke war eingerichtet worden, wollte man doch gleich in die weite Welt per Handy rausschicken, was an diesem Abend Bedeutsames vor sich ging in Münster.

Großer Beifall für stolze Schulleiterin

Drei gymnasiale Klassen feierten ihren Abschluss und zwei Realschulklassen. Unter den Hauptschulklassen war eine zehnte, in der jeder Schüler dieses Jahr seinen Realschulabschluss erfolgreich baute. Grund genug, sehr stolz auf ihre Schülerschar zu sein, befand Schulleiterin Sabine Behling, die zur Begrüßung mit untergehaktem Bürgermeister Gerald Frank die Bühne unter großem Beifall aus dem Publikum erklomm. Man sah es ihr an, dass sie sich nebst den rund 90 an der Schule unterrichtenden Lehrern wohler fühlt, wieder reine G9-Schule zu sein und nach sechs Jahren die Schüler an weiterführende Schulen oder in die Ausbildung abzugeben: „Die Schüler haben so mehr Reife als G8-Abgänger. Und die braucht man auch in der Oberstufe oder im Beruf“, sagt Behling. Die Zeit sei nötig, „damit der Stoff sitzt“.

Die Abgangsklassen der Aue-Schule baten beliebte Lehrer auf die Bühne.

Bürgermeister Frank, der passend zum Motto mit in Hollywood angesagtem Dreitagebart erschien, freute sich, wieder eine politisch aktivere Jugend vorzufinden, und sprach seine Anerkennung für die schulische Leistung sowie das Engagement für die Fridays-for-Future-Bewegung aus.

Rund drei Stunden währte das Programm, das von den einzelnen Abgängerklassen gestaltet wurde. Und da gab es viel zu sehen und auf die Ohren. Die Klasse 10RB etwa eröffnete den Reigen mit auf eine Leinwand geworfenen Bildern der Abschlussfahrt. Sie wie auch die folgenden Klassen zogen einzelne Lehrer aus dem Publikum, um sie auf der Bühne zu ehren und beschenken.

Eltern übernehmen die Bedienung

Musiklehrer Peter Lehmler und die drei Schülerinnen Jana-Sophie Eitler, Trinh Kelly und Jana Lebedev gaben ein Medley zum Besten, die Tanzschule Wehrle aus Dieburg präsentierte Showeinlagen, die beiden Klassen 10GB und 10RA luden alle ein zum Quizduell mit Lehrern, die auf Kinderbildern wiedererkannt werden sollten, die Klassen 9HA und 9HB sangen und tanzten und mit weiteren Rate- und Quizspielen warteten die 10GA und 10GC auf. Dazwischen gab die Schulband einige Einlagen.

Auftritt der Ehrengäste: Schulleiterin Sabine Behling und Bürgermeister Gerald Frank schreiten zur Bühne.

Für den Programmablauf nebst Bewirtung und Organisation zeichnete erneut Herbert Hitzel verantwortlich, der sich seit Jahren für die Abgängerfeste engagiert. Ihm zur Seite stand ein ausgezeichnetes Team. Eltern des vergangenen Zehner-Jahrgangs hatten die Bedienung übernommen.

Thomas Meier

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