Nach Brand wird Sonderalarmplan erarbeitet

Schneisen werden wohl um die Muna in Münster gelegt

Eine Schneise legen um die Muna: Dazu muss der Wald erst einmal aufgeräumt werden nach den Stürmen. 
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Eine Schneise legen um die Muna: Dazu muss der Wald erst einmal aufgeräumt werden nach den Stürmen. 

Schneisen sollen um einen Teil der Muna in Münster gelegt werden, ein Brandschutzkonzept für die Risikofläche erarbeitet und ein künstlicher Löschteich angelegt werden. Ein Sonderalarmplan ist laut Bürgermeister Gerald Frank in Arbeit. 

Münster – An zwei wichtigen Treffen zur Nachbesprechung des Waldbrandes in der Muna nahmen kürzlich die Gemeinden Münster und Eppertshausen, die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA), das Forstamt Dieburg, der Kampfmittelräumdienst des Regierungspräsidiums Darmstadt, die Feuerwehr Münster die Untere Naturschutzbehörde des Kreises sowie die Polizeifliegerstaffel teil. Aus diesen Gesprächen ergaben sich einige Konsequenzen, die zu ziehen sind. Frank erklärt: „Konsens besteht darin, dass zum Zwecke der Brandbekämpfung und Gefahrenabwehr Schneisen um einen Teil der Muna zu schaffen wären. Hierbei konnten Synergieeffekte zwischen den Zielen der Gemeinde Münster, der BImA, des Forstamtes, der Freiwilligen Feuerwehr und des Kampfmittelräumdienstes herausgearbeitet werden.“

Die BImA hat eine „Taskforce“ zur Aufarbeitung von Risikoflächen in ganz Deutschland gegründet. Dort wird mit der Geodatenanalyse das Risiko der Belastung bewertet. Die Muna Münster fällt nach dieser Bewertung in die Kategorie B, also einer mit mittlerer Gefährdung. Weiterhin ist die BImA angehalten, ein Wege- und Brandschutzkonzept für diese Risikoflächen zu erarbeiten. In diesem Falle wäre wohl eine Schneise außerhalb und entlang des Muna-Zaunes parallel zur Tongrubenschneise zu favorisieren. Diese könnte sowohl als Weg zur Muna von der Gemeinde und dem Kampfmittelräumdienst, als auch für den forstwirtschaftlichen Betrieb durch das Forstamt und im Brandfall durch die Einsatzkräfte genutzt werden. Der Ausbaustandard der Zuwegung ist noch abschließend zu klären. Derzeit sei laut Frank eine wassergebundene Decke, die für gelegentlichen Schwerlastverkehr befahrbar wäre, angedacht.

Aktuell wird nach den Ausführungen Franks von der Kreisbrandinspektion und der Feuerwehr ein Sonderalarmplan erarbeitet, in dem auch das Thema Löschwasserversorgung behandelt wird. „Eine mögliche Lösung ist auch weiterhin das Anlegen eines künstlichen Teiches“, sagt der Bürgermeister. Dessen genaue Lage sei indes noch nicht bestimmt.

Derzeit geht es um die Prüfung von Finanzierungsmöglichkeiten für die Projekte.

VON THOMAS MEIER

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