Samstag Startschuss

Aktion Stadtradeln: Mit Jörg Roßkopf an der Velofront

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In Münsters fürs Velo zu werben ist wie Eulen nach Athen zu tragen: Hier ist die Gemeinde schon radelbegeistert. Den Beweis traten erst kürzlich die zahlreichen Bürger und Vereinsgruppen an, die sich am Volksradeln des Vereins Radsport beteiligten und selbst bei Gluthitze zum Start am Bahnhof einrollten.

Münster - Mit einer Auftaktveranstaltung auf dem Rathausplatz fällt am Samstag, 18. August, der Startschuss für die Aktion Stadtradeln. Mit dabei ist auch Tischtennis-Star Jörg Roßkopf, der die Kampagne unterstützt.

Bis zum 7. September können fleißig Rad-Kilometer gesammelt werden, um ein Zeichen für mehr Radverkehr und Klimaschutz zu setzen. Als Hauptgewinn winkt ein nagelneues E-Bike.
Wer gerade auf kürzeren Strecken innerorts öfter mal das Rad statt das Auto nimmt, tut nicht nur etwas für die eigene Gesundheit, sondern leistet einen wichtigen Beitrag für bessere Luft und gegen den Ausstoß schädlicher Treibhausgase. Die Aktion Stadtradeln des Klima-Bündnisses will genau darauf aufmerksam machen. Die Gemeinde Münster beteiligt sich in diesem Jahr zum ersten Mal an der Aktion. Los geht es am Samstag mit einem bunten Festprogramm auf dem Rathausplatz, Beginn ist 11 Uhr.

Als prominenter Gast und Unterstützer der Kampagne ist Tischtennis-Star Jörg Roßkopf mit dabei. „Ich unterstütze die Aktion Stadtradeln, weil Radfahren Körper und Geist fit hält, sich ganz leicht in den Alltag integrieren lässt und auch noch Spaß macht“, sagt der Tischtennis-Bundestrainer und Olympiagewinner. Und der gebürtige Münsterer weiß: „Gerade bei kürzeren Strecken kommt man mit dem Rad viel schneller und entspannter ans Ziel als mit dem Auto – ohne lästigen Stau und Parkplatzsuche. Es müssen also gar nicht immer die riesigen, ausgedehnten Radtouren sein: Jeder Kilometer hilft dabei, fit zu bleiben und aktiv etwas für den Klimaschutz zu tun.“

Um zu verdeutlichen, dass Radfahren für richtig viel Energie sorgen kann – sogar im wahrsten Sinne des Wortes – wird am Aktionstag ab 11.30 Uhr ein Wettbewerb der besonderen Art ausgetragen: Wer möchte, kann sich auf ein spezielles, an ein Messgerät angeschlossenes Fahrrad schwingen und in die Pedale treten. Obwohl sich das Rad nicht vom Fleck rührt, wird durch die Bewegung Strom erzeugt. Je schneller man radelt, desto mehr Lichter erstrahlen auf einer digitalen Messsäule, ähnlich wie bei der Jahrmarktattraktion „Hau den Lukas“. Wer Interesse hat, sich dieser Herausforderung zu stellen, kann sich bei Klimaschutzmanager Eric Maercker für die Aktion anmelden.

Um 13 Uhr fällt dann der offizielle Startschuss für die Stadtradeln-Kampagne: Alle ab dann bis zum 7. September zurückgelegten Kilometer zählen und können über eine App oder online eingetragen werden. Infos dazu und zur kostenlosen Registrierung gibt es unter www.stadtradeln.de. Mitmachen kann jeder, der in Münster wohnt, arbeitet, zur Schule geht oder einem Verein angehört. Wo die Fahrt hingeht, ist übrigens ganz egal: Die Einkaufsfahrt zum Supermarkt zählt ebenso wie die ausgedehnte Mountainbike-Tour in den Odenwald oder der Fahrradtrip am Urlaubsort in Italien oder Spanien.

Ein Team aus Münsterer und Altheimer Radlern um Friedrich Appel wird ordentlich vorlegen: Die Fahrradgruppe startet um 13.30 Uhr in die Partnergemeinde Abtenau in Österreich, wo sie fünf Tage später eintreffen will. Wer sich der offenen Gruppe noch anschließen möchte, kann Friedrich Appel unter 0178/9713900 oder per Mail an fa-11@gmx.de kontaktieren. Weitere spannende Angebote runden die Auftaktveranstaltung am Samstag ab, für das leibliche Wohl ist natürlich auch gesorgt, um sich für das Radeln zu stärken. Dem fleißigsten Radler mit den meisten im Aktionszeitraum zurückgelegten Kilometern winkt als Hauptgewinn ein E-Bike, das dem Gewinner auf der Kerb am 17. September übergeben wird.

Was bei Vintage-Rennrädern zu beachten ist

Organisiert wird die Aktion Stadtradeln in Münster von Klimaschutzmanager Eric Maercker. „Beim Wettbewerb geht es um Spaß am und beim Fahrradfahren sowie tolle Preise, aber vor allem darum, möglichst viele Menschen für das Umsteigen auf den Drahtesel im Alltag zu gewinnen, auch weit über die Aktionstage hinaus“, sagt er.

Wie groß der Effekt eines Umstiegs sein kann, verdeutlichen folgende Zahlen: Etwa ein Fünftel der klimaschädlichen Kohlendioxid-Emissionen in Deutschland entstehen im Verkehr, ein Viertel davon verursacht allein der Innerortsverkehr. Wenn nur etwa 30 Prozent der Kurzstrecken bis sechs Kilometer in den Innenstädten mit dem Fahrrad statt mit dem Auto gefahren würden, ließen sich etwa 7,5 Millionen Tonnen CO2 vermeiden. (tm)

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