Betreuungszeiten verlängern

7,5 Stunden ohne Gebühr in die Kita

Münster - Seit 1. August gilt auch in Münster die von der Landesregierung beschlossene Kostenbefreiung für Kinder über drei Jahre, die bis zu sechs Stunden pro Tag in einer Kindertagesstätte betreut werden.

Wenn es nach dem Willen von SPD und ALMA geht, sollen es nun sogar 7,5 Stunden werden, wie die beiden Fraktionen in Stellungnahmen mitteilen. „Wir haben uns an den Zeitmodellen der Gemeindekindergärten „Im Rüssel“ und „Haus der Kinder“ orientiert“ erklärt SPD-Fraktionsvorsitzender Bernd Fritsch die Entscheidung. „In diesen Kitas wird eine Betreuung von 5,5, 7,5 und zehn Stunden angeboten.“ Wie Fritsch ausführt, erhält die Gemeinde aufgrund der Gebührenbefreiung einen monatlichen Zuschuss von 135,60 Euro je Kind, also je Stunde 22,60 Euro. Nach der derzeit gültigen Kindergartensatzung zahlen in Münster die Eltern aber ab dem Monat der Vollendung des dritten Lebensjahres 18,50 Euro. „Sicher könnte dieser kleine Überschuss für die Reduzierung des hohen Anteils der Gemeinde an den Betriebs- und Betreuungskosten für die Kitas genutzt werden. Wir wollen aber dieses kleine Plus an die Eltern weitergeben und somit dem erklärten Ziel der SPD „gebührenfreie Kitas und Krippen für alle“ einen Schritt näher kommen“, so Fritsch.

Folgender Zeitplan ist nach Einschätzung des Fraktionsvorsitzenden Fritsch denkbar: „Wir werden in den nächsten Tagen einen entsprechenden Antrag einbringen, der dann in der Sitzung des Sozialausschusses am 25. September und im Haupt- und Finanzausschuss am 30. Oktober vorberaten werden kann. Ein entsprechender Beschluss der Gemeindevertretung könnte dann in der Sitzung am 5. November erfolgen.“ Und zwar rückwirkend zum 1. August.

„Es ist nur recht und billig, dass wir die Landesförderung in voller Höhe an die Eltern weitergeben,“ stellt ALMA-Fraktionsvorsitzender Gerhard Bonifer-Dörr fest. „Bei der Verbesserung der Kinderbetreuung sowohl im U3- wie im Ü3-Bereich sind wir mit den Plänen von Bürgermeister Gerald Frank auf einem sehr guten Weg, den wir unterstützen und fortsetzen werden“, heißt es in der Stellungnahme der ALMA. (nkö)

Spielkreis statt Kneipentour: Wenn Freunde Eltern werden

Rubriklistenbild: © dpa

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare