Aufstellung ist günstiger als die Sack-Variante

Windelcontainer favorisiert

Drei solcher Windelcontainer – dieser steht in Dieburg nahe der Fachhochschule – sollen nach Ansicht der politischen Ausschüsse schon bald auch in Münster und Altheim stehen.
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Drei solcher Windelcontainer – dieser steht in Dieburg nahe der Fachhochschule – sollen nach Ansicht der politischen Ausschüsse schon bald auch in Münster und Altheim stehen.

Münster - Die Gemeinde soll betroffenen Bürgern kostenlos Windelsäcke zur Verfügung stellen. Dieses Ansinnen, Inhalt eines CDU-Antrages, beschäftigt die Verwaltung schon lange. Von Thomas Meier 

Am Montag steht der Antrag nach ausführlichen Untersuchungen im Parlament zur endgültigen Abstimmung.  Die Gemeindevertretung hatte im März den Antrag der CDU-Fraktion zur Bereitstellung von Windelsäcken einstimmig angenommen. Gleichzeitig wurde allerdings beschlossen, als Alternative zur Ausgabe von Windelsäcken den Einsatz von Windelcontainern zu prüfen. Nun läuft es wohl darauf hinaus, dass bei Kindern bis zum vollendeten dritten Lebensjahr sowie bei Menschen mit Inkontinenz oder künstlichem Darmausgang drei Windelcontainer – zwei in Münster, einer in Altheim – kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Dieses Angebot gilt nur für Münsterer Bürger. Der Entscheidung liegt in jedem Falle eine fundierte Behandlung der Thematik zugrunde, in die selbst der Klimaschutzmanager der Gemeinde involviert war.

Der Ausschuss für Soziales, Kultur und Vereine sprach sich nach Recherche für die Containerlösung aus, analog zum ähnlich bewohnerstarken Dieburg. Hier beliefen sich beispielsweise 2017 die jährlichen Kosten für die drei aufgestellten Container auf rund 10.000 Euro bei zweiwöchiger Leerung, inklusive Anfahrt und Abfuhr. Die Beseitigung einer Tonne Windelabfall schlägt sich dabei mit 138 Euro nieder. Zu diesen „laufenden“ Kosten kommt die Anschaffung von 5000 Euro pro Container, 1200 Euro pro Einbau sowie weitere zehn Euro je Hygienebag, der nach jeder Entsorgung nötig wird. Der Aushub und die Entsorgungskosten entfielen ebenfalls auf die Gemeinde Münster. Der Ausschuss befürwortete für die Handhabe auch ein Schlüsselsystem analog zu Dieburg sowie die Entwicklung eines geeigneten Pfandsystems.

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Zum Vergleich: Die Variante mit der Einführung von Windelsäcken würde bei errechneten 3870 Windelsäcken pro Jahr nebst Aufwand für Verwaltung auf Gesamtkosten von rund 23.300 Euro kommen. Auch der Ausschuss für Soziales, Kultur und Vereine hatte in seiner Sitzung das Modell der Windelcontainer gegenüber der Windelsäcke favorisiert. Die Container sind also konsensfähig und werden wohl kommen. Das Thema wiederverwertbare Stoffwindeln wurde nicht behandelt.

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