Zahnmedizin und 20 Wohnungen

Neuer Komplex für Norma

+
Auf dem Areal von Norma und Brandschutz Özer sowie dem freien Stück von Stefan Kämpgen soll ein Wohn- und Geschäftshaus entstehen - schon ab Anfang 2019? Links hinten ist Münsters Hauptstraße, die Darmstädter Straße, zu sehen.

Münster - An der Darmstädter Straße könnte schon Anfang 2019 ein Großprojekt beginnen. Auch drei weitere Ladenflächen sollen an der Hauptstraße entstehen. Von Jens Dörr 

Es ist für Münster ein großes Vorhaben an prominenter Stelle: An der Darmstädter Straße soll bis 2021 ein Gebäudekomplex für Lebensmittel-Markt, Zahnarzt-Praxis, weitere Geschäfte und 20 Wohnungen entstehen. Dort, wo sich der derzeitige Norma-Markt, Özer Brandschutz sowie ein freies Eckgrundstück gegenüber der Volksbank befinden, haben ein Investor und zwei Unternehmen viel vor. Schon Anfang 2019 könnte Baubeginn sein.

Das hofft jedenfalls Stefan Kämpgen. Der Zahnarzt ist Inhaber von „purdental“. Die Praxis ist in Münster mit zwei Standorten vertreten: am Stammsitz in der Friedrich-Ebert-Straße und seit einiger Zeit zusätzlich in der Leibnizstraße, direkt am Rathaus-Platz. Hinzu kommt eine Praxis in Bad Vilbel.

Allein in Münster arbeiten acht Ärzte für die Praxis, die schon seit längerer Zeit in der Ebert-Straße aus allen Nähten zu platzen droht. Mit dem zweiten Standort am Rathaus-Platz schaffte Kämpgen im Sinne von Mitarbeitern und Patienten etwas Entlastung. Größere oralchirurgische Eingriffe finden allerdings weiterhin in der Stammpraxis in der Ebert-Straße statt.

Kämpgen ist zugleich Eigentümer des freien Grundstücks neben dem Norma-Markt, der im November 2016 auf das benachbarte Areal zog, nachdem Norma das Gelände von den vorherigen Eigentümern Dornheim und Kik erworben hatte. Gegenüber dem vorherigen Norma-Markt, der etwas weiter nördlich ebenfalls an der Darmstädter Straße gelegen hatte, vergrößerte und verbesserte sich der Lebensmittel-Händler bereits deutlich. Dennoch wünscht er sich einen Neubau des Markts.

Neben Norma und Kämpgen ist beim Vorhaben des Neubaus eines Geschäfts- und Wohnkomplexes ein Investor im Boot. An ihn würde Kämpgen sein Grundstück (das früher der Gemeinde gehörte) zur Realisierung des Gesamtprojekts verkaufen. Alle Seiten sind in Verhandlungen.

Münsters Bürgermeister Gerald Frank (SPD) reklamiert für sich, Norma, Kämpgen und den Investor zusammengebracht zu haben. „Die Frage mit Blick auf eine schnelle Realisierung ist derzeit, ob sich der Investor mit Norma einig wird“, meint Frank. Denn die Pläne für das Geschäfts- und Wohnhaus existieren nicht erst seit gestern.

Kennen Sie die Wappen aus der Region?

Zahnarzt Kämpgen klingt aber zuversichtlich: „Mittelfristig ist vorgesehen, beide Praxen in Münster zusammenzuführen. Wir haben großes Interesse an dem Standort Darmstädter Straße und wenn alle Gespräche mit den Investoren positiv verlaufen, ist der Baubeginn für Anfang 2019 geplant.“ Er rechne mit einer Bauzeit von knapp zwei Jahren. 2021 wolle „purdental“ sein Zahnmedizinisches Versorgungszentrum (ZMVZ) mit allen Bereichen der Zahnheilkunde unter einem Dach eröffnen. „Wir erweitern dann unser Spektrum auch um Kieferorthopädie“, blickt Kämpgen voraus.

Das ZMVZ werde sich auf einer Fläche von mehr als 1 000 Quadratmetern bewegen. Das entspricht in etwa der derzeitigen Verkaufsfläche des Norma-Markts. „Der Gebäudekomplex soll dreiteilig mit den aktuell von Norma und Özer Brandschutz genutzten Gebäudeteilen errichtet werden“, schildert Kämpgen den Plan. Neben dem ZMVZ, Norma und 20 Wohnungen sollen zudem drei weitere Ladenflächen entstehen. Das Vorhaben böte also auch Chancen für Händler und Dienstleister im Ortskern. Bürgermeister Frank sieht die Entwicklung des Areals von Norma und Kämpgen auch als Teil der noch umfassenderen Neugestaltung von Münsters Hauptstraße, im Wesentlichen die Darmstädter Straße zwischen Edeka-Kreisel im Süden und Platz des Friedens im Norden.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare