Muna-Brand beschert Zuwachs

Feuerwehr Münster verzeichnet „anspruchsvolles Jahr“ und mehr Mitglieder

Einen Ehrungsreigen erlebte Reiner Bader (rechts) bei der JHV der Feuerwehr Münster. Gleich dreimal wurde das Mitglied der Einsatzabteilung für seine 40-jährige aktive Mitgliedschaft geehrt.
+
Einen Ehrungsreigen erlebte Reiner Bader (rechts) bei der JHV der Feuerwehr Münster. Gleich dreimal wurde das Mitglied der Einsatzabteilung für seine 40-jährige aktive Mitgliedschaft geehrt.

„Ich habe es bisher noch nie erlebt, dass eine Jahreshauptversammlung bei uns verschoben werden musste“, sagte Gemeindebrandinspektor Florian Kisling. Mitte März trat jener Fall ein. Nun wurde sie in der Fahrzeughalle nachgeholt.

Münster - In seinem Jahresbericht warf Kisling einen Blick auf 2019 und bilanzierte ein „anspruchsvolles Jahr“. Zwar wäre die Gesamtzahl der Einsätze mit 135 im Vergleich zu 2018 rückläufig, dafür seien diese aber viel intensiver ausgefallen. Dazu zählte der Waldbrand in der Muna aber auch die beiden toten Frauen vor Heiligabend, die ein Zug erfasste. Brandeinsätze schlugen mit 16 Prozent zu Buche, die technische Hilfeleistung mit 56. Fehlalarme machten 28 Prozent aus. Insgesamt wurden 3 717 Stunden an Einsatzdiensten geleistet, was einer Steigung von 38 Prozent auf das ohnehin schon turbulente Sturmjahr 2018 bedeutet. Hinzu kommen 5 083 Stunden für Ausbildung. Die Personalbilanz fällt durchwachsen aus: derzeit stehen 76 Einsatzkräfte zur Verfügung. Elf Person traten 2019 aus, sieben kamen hinzu.

Für den Feuerwehrverein hob Vorsitzender Josef Haus heraus, dass der Sturm und der Munabrand zumindest eine positive Seite bei den Mitgliederzahlen hatte. Der erfreuliche Stand betrage derzeit 850 Personen. Haus erinnerte zudem an die zahlreichen Veranstaltungen und Aktivitäten der Blauröcke 2019. Als Großereignis wirft das 150-jährige Bestehen der Wehr 2022 seine Schatten voraus. Zum Jubiläum wird sowohl der Kreisfeuerwehrtag als auch das Kreismusiktreffen in Münster stattfinden.

Die JHV sah neben den zahlreichen Berichten aus den Wehr-Abteilungen in Münster und Altheim, darunter der Jugend, den Alters- und Ehrenabteilungen, der Löschgruppe Altheim und der Feuerwehrmusik Altheim, eine stattliche Reihe an Ehrungen, Beförderungen und Übergaben von Anerkennungsprämien vor. Im Mittelpunkt standen vor allem die langjährigen Mitglieder Reiner Bader (40 Jahre), Lioba Groth (40 Jahre) und Johann Löbig (60 Jahre). Sie wurden mehrfach vom Verein und dem stellvertretenden Kreisbrandinspektor Matthias Maurer-Hardt geehrt. Reiner Bader erhielt das Brandschutzehrenzeichen in Gold, Lioba Groth das Ehrenzeichen des Bezirksfeuerwehrverbandes in Bronze. Über die goldene Ausführung durfte sich Johann Löbig freuen. In Silber ging das Brandschutzehrenzeichen an Holger Panknin und Tobias Fieres. Für ihre Feuerwehrtätigkeit in leitender Funktion erhielten zudem Timo Kreher und Florian Kisling das deutsche Feuerwehr Ehrenkreuz. Erster in Bronze, zweiter in Silber. Waltraud Schneider bekam für ihre Verdienste um den Feuerwehrnachwuchs die Kinderfeuerwehr Medaille in Silber. Zudem zeichnete Kreisjugendfeuerwehrwartin Carina Hoeft Tjark Schoeltzke und Peter Groh mit der Ehrenmedaille der Kreisjugendwehr aus. Die hessische Florians Medaille in Bronze wird fortan bei Nadine Ring und bei Stefan Schneider in Silber zuhause zu finden sein.

Bürgermeister Gerald Frank übergab die Anerkennungsprämien, dankte den Aktiven und gratulierte den Jubilaren im Namen der Gemeinde. Frank erinnerte an die Worte des Landrats, der ihm in Münster eine der besten Feuerwehren im Kreis bescheinigte. Laut dem Bürgermeister hätten dies die Aktiven in den letzten drei Jahren bei zahlreichen Katastropheneinsätzen bewiesen. „Ich fühlte mich mit der Wehr immer eng verbunden und unterstützte sie mit allen Kräften“, meinte der scheidende Verwaltungschef. Das Kompliment gab Kisling zurück und attestierte Frank, dass er als Dienstherr kaum besser hätte agieren können. „Macht weiter so!“ gab der Bürgermeister zum Schluss den Kameraden mit auf den Weg.  (Michael Just)

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare