Tipps zum Reisen mit kleinen Kindern

„Nähfrosch“ hat viele 10.000 Leser

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Bloggerin Katja Czajkowski aus Münster schreibt auf dem „Nähfrosch“ auch übers Reisen mit kleinen Kindern.

Münster - Katja Czajkowski aus Münster fliegt mit Mann und zwei kleinen Kindern rund um die Welt – und bloggt darüber. Von Jens Dörr

Über ihre Reisen mit den beiden Kindern berichten Katja und Stefan Czajkowski auf dem „Nähfrosch“-Blog. Sie schreibt, er fotografiert - und tut dies stets so, dass man die Kinder dabei nicht vollständig erkennen kann.

Vor wenigen Monaten berichtete unsere Zeitung über Katja Czajkowski (32) aus Münster. Die Bloggerin und Influencerin erreicht mit ihrer Website „Nähfrosch“ viele zehntausend Leser monatlich. Was einst als pures Hobby begann, trägt inzwischen als Nebenverdienst zum Einkommen der Familie bei, der auch Ehemann und Hochzeitsfotograf Stefan (34) sowie die Kinder Sophia (Jahrgang 2013) und Alexander (2016) angehören.
Die drei Schwerpunkte des persönlich-authentischen, zugleich aber für alle thematisch Interessierten gestalteten Blogs sind das Nähen, das Reisen und die Familie. An einer dieser Schnittstellen bewegen sich die Czajkowskis besonders gern – Katja über ihre Texte, Stefan über seine Fotos. Das Paar zeigt, dass es auch mit Kleinkindern möglich ist, die Welt zu bereisen.

So ging es etwa im Herbst 2017 für acht Wochen auf einen Trip nach Dubai, Singapur und Indonesien. Söhnchen Alexander war da gerade mal etwas über ein Jahr alt. Sophia war zu diesem Zeitpunkt mit ihren Eltern schon auf Mallorca, in Österreich und im Disneyland gewesen. Und auf Bali: „Dort am Strand hat sie laufen gelernt“, sagt ihre Mutter lächelnd.

Derlei Erfahrungen schildert sie auf der „Nähfrosch“-Seite ausführlich unter der Rubrik „Reisen“ – und wird dabei von tausenden (überwiegend weiblichen) Lesern regelmäßig verfolgt. Wohl deshalb, weil die Geschichten ungekünstelt und wahrhaftig wirken und den Lesern oft einen Mehrwert bieten. Dies kann der Erfahrungsbericht über „Dubai mit Kindern“ sein, schließlich ist das Reiseziel nicht nur ob seiner extrem hohen Temperaturen keins von der Stange. Von gratis Wasser in den Bussen schreibt Czajkowski da, gibt Tipps, wie man im Emirat ein Taxi mit Kindersitzen ordert. In einem weiteren Artikel beschreibt sie die aus ihrer Sicht besten Kreditkarten fürs Reisen. Gern gelesen werden auch die Empfehlungen, wie kleine Kinder lange Flugreisen überstehen.

Dabei hat die Münstererin Überraschendes wie weniger Überraschendes festgestellt. „Fliegen mit kleinen Kindern ist zwar definitiv anstrengend“, gibt selbst sie zu. Und das, obwohl sie mit ihrem Mann oft und lange auf dem Globus unterwegs ist. Wozu beide in der Lage sind, weil sie von aller Herren Länder aus arbeiten können und Stefan Czajkowski zudem familiäre Bande nach Südostasien (er stammt aus Indonesien) besitzt.

Strandurlaub? Kein Problem: Stefan Czajkowski mit seinen beiden Kindern.

Gleichwohl käme es bei Flügen gar nicht unbedingt auf deren Dauer an. Im Gegenteil: „Auf Kurzstrecken werden meist kleinere Maschinen eingesetzt. Das ist dann teils sogar stressiger als ein Flug über sechs oder acht Stunden in einer komfortableren Maschine.“ Oder auch mal die zwölf Stunden, die es bis nach Indonesien dauert und die zumindest Sophia schon nonstop gemeistert hat. Reisen nach Asien würden sich mit kleinen Kindern übrigens auch deshalb gut eignen, „weil die Länder dort sehr kinderfreundlich sind,“ findet Katja Czajkowski. „In Deutschland gucken die Leute eher zu, wie man sich mit Kind und Buggy abmüht.“

Gleichwohl sei das Reisen mit Kids „natürlich ein anderes“. Die Czajkowskis etwa planten den Ablauf der Trips um die Bedürfnisse ihres Nachwuchses herum. „Wenn Alex Mittagsschlaf machen muss, dann geht das immer vor.“

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Auch schaue man, dass man stets ärztliche Versorgung in der Nähe habe. „Deshalb bleiben wir in Touristenregionen. Ganz wichtig ist aber auch der vorherige Impfschutz. Wir bereiten die Reisen sehr genau vor, sind also mit berechnetem Risiko unterwegs.“

Doch macht es auch vom Erlebnis aus Sicht des Nachwuchses her Sinn, mit kleinen Kindern weit entfernte Ziele anzusteuern? Bloggerin Katja Czajkowski und ihr Mann sind zumindest für den Fall ihrer eigenen Familie davon überzeugt: „Sophia und Alex sind nicht ängstlich oder schüchtern, werden durch das Reisen total weltoffen. Sie haben bisher jedes Mal einen Riesenschub gemacht, wenn wir weg waren.“

Infos unterwww.naehfrosch.de

Lediglich ein Jahr alt sein sollte der Nachwuchs für derlei anstrengende Unternehmungen schon sein. Sei dies erfüllt und mache man sich vorab ausreichend Gedanken (wozu auch der „Nähfrosch“-Blog als Stütze dienen kann), gelte aber: „Wenn man gerne reist, sollten einen auch die Kinder nicht davon abhalten.“ Und ab der Einschulung werde dies rein terminlich ohnehin eher komplizierter.

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