Empfang kürzlich Hinzugezogener

Neue Bürger freundlich einbinden

+
Aufmerksam folgten die Gäste den Ausführungen des Bürgermeisters über die Qualitäten der neuen Heimatgemeinde.

Münster - Neubürger in der Gemeinde willkommen heißen, ihnen ihre neue Wohnstätte präsentieren, für die Lokalpolitik zu werben und verdiente Bürger in neuem Rahmen auszuzeichnen – all dazu dient der nun etwas modifizierte Neubürger-Empfang. Von Peter Panknin 

Zu der Begrüßung hatte Bürgermeister Gerald Frank Bürger eingeladen, die sich 2017 in Münster mit erstem Wohnsitz angemeldet hatten. Im Foyer der Kulturhalle kamen einige Personen zusammen, für die die Kommune tatsächlich eine neue Umgebung darstellt, aber auch einige „Rückkehrer“ waren unter ihnen. Rückkehrer, die schon einmal in Münster gelebt, aber aus persönlichen oder beruflichen Gründen zwischenzeitlich anderswo ihren Wohnsitz genommen hatten.

Die Gelegenheit, sich neu hinzugezogenen Bürgern zu präsentieren, nutzten leider nur wenige etablierte Einrichtungen oder Vereine. Ein Stand der Bücherei gab eine Idee darüber, was alles in den Regalen in Münster und Altheim zu welchen Zeiten ausleihbar ist. Die Ortsgruppe des VdK war ebenfalls mit einem Informationsstand vertreten, Menschen, die an Glaubensfragen Interesse hatten, konnten sich bei anwesenden Mitgliedern der Christlichen Gemeinde Münster informieren.

Empfänger öffentlicher Anerkennung und Belobigung durch den Bürgermeister: Achim und Can Pascal Steiner (von links).

Während die Gäste in lockerer Runde an Bistro-Tischen beieinander standen, lieferte eine permanent laufende Bilderschau visuelle Eindrücke von Münster in allen Jahreszeiten und zu verschiedensten Gelegenheiten. In seiner Ansprache an die Gäste berichtete Gerald Frank darüber, was für ihn und seine Familie wichtige Gründe waren, sich seinerzeit für Münster als Lebensmittelpunkt zu entscheiden. Gute Verkehrsanbindung zu den wirtschaftlichen Zentren im Rhein-Main-Gebiet und nach Darmstadt, umfangreiche Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung sowohl in sportlicher als auch kultureller Hinsicht sowie die Möglichkeiten, sich in schöner, ruhiger Landschaft zu erholen, waren einige seiner Gründe. Er verhehlte auch nicht, dass es bei einigen der genannten Punkte durchaus Verbesserungsbedarf gibt, den es gelte, zu artikulieren und gemeinsam daran zu arbeiten.

An dieser Stelle schlug er einen Bogen zur Politik und warb darum, sich in der lokalen Parteienlandschaft zu engagieren, denn hier hätte man die meisten Möglichkeiten, Einfluss auf die unmittelbaren eigenen Lebensumstände zu nehmen. Er lobte mit viel Begeisterung in der Stimme die ehrenamtliche Arbeit in den zahlreichen örtlichen Vereinen, sei es beim Sport, in kultureller Hinsicht oder bei helfenden Institutionen wie Feuerwehr oder Rettungsdiensten.Mit einem kurzen Film über Münster und den Ereignissen des vergangenen Jahres schloss der Vortrag ab. Zur Auflockerung gab es eine Spielrunde, zu der die anwesenden Gäste eingeladen waren und einen kleinen Gewinn mitnehmen konnten.

Ernsthafter wurde es im Anschluss daran, denn Gerald Frank erläuterte, in welcher Form und bei welchem Anlass künftig Ehrungen von Sportlern und anderen Bürgern der Gemeinde vorgenommen werden sollen. Er rief Achim Steiner und dessen Sohn Can Pascal auf, um ihnen eine Urkunde auszuhändigen, mit der eine „öffentliche Anerkennung und Belobigung“ der Gemeinde Münster zum Ausdruck gebracht wird. Achim und Can Pascal Steiner haben durch vorbildliches, engagiertes Eingreifen zur Lebensrettung eines Menschen im Februar 2015 in Darmstadt beigetragen.

Vater Steiner nutzte die Gelegenheit der Urkundenverleihung dazu, um von der herausragenden Unterstützung der Mitarbeiter in der Notrufzentrale zu berichten. Am Telefon erhielten sie wertvolle Hinweise, Anweisungen und Ratschläge, die sie befolgten, bis der Rettungsdienst eintraf. Seiner Meinung nach kann also jeder helfen, indem er nicht wegschaut oder schlicht gafft, sondern etwas tut, bis die Rettungskräfte hoffentlich ohne Behinderung am Ort des Geschehens eintreffen. Damit war für viele der Anwesenden im Foyer genügend Gesprächsstoff gegeben, um sich mit den beiden Steiners zu unterhalten.

Bilder: Einschulung 2017 in Babenhausen, Münster und Eppertshausen

Gerald Franks Vorstellung der beiden neuen Pächter des Cafés in der Kulturhalle ging dabei fast unter. Malgorzata Granatowicz und Benaissa El Allali heißen die aus Polen und aus Marokko stammenden Wirtsleute, die mit gutem Essen zu verträglichen Preisen das Publikum gewinnen möchten. Weiterhin sagten sie zu, bei sommerlichem Wetter auch die Terrassen an der Kulturhalle zu bewirten. Einzelheiten hierzu sollen in einer noch kommenden öffentlichen Veranstaltung präsentiert werden.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare