Neuer Star am Platz ist 16 Meter hoch

Altheimer Feuerwehr zelebriert das Aufstellen seines Maibaums

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Ehe die Feuerwehrleute den Maibaum aufstellten, schmückten ihn rund 30 Kinder mit Bändern und Schleifen.

Wenn die Freiwillige Feuerwehr Altheim am 30. April mit Blaulicht und Martinshorn aus Richtung Richen in den Ort einfährt, muss man in der Regel nichts Schlimmes befürchten: Auf diese Weise kündigen die Einsatzkräfte vielmehr das Eintreffen des frisch geschlagenen Maibaums an. Der hölzerne Star ist in diesem Jahr 16 Meter hoch.

Altheim – So weit ragte die Fichte, die die Feuerwehrleute zum Vorplatz des Stützpunkts brachten, bislang aus dem Waldboden. Ehe der Baum aufgestellt wurde, haarscharf an der Stromtankstelle des normalerweise als Parkplatz genutzten Areals vorbei, wurde der astlos geschorene Riese jedoch wieder aufgehübscht: Etwa 30 Kinder, längst nicht nur Mädchen, machten sich an die Verschönerung der Krone mit Bändern und Schleifen. Schließlich wurde der Baum hoch gehievt und über eine Führung in das einen Meter tiefe Loch gestellt. Die Absicherung gewährleisten vor allem Keile. Bis Ende Mai sollen die das Gewächs fixieren, so lange bleibt der Altheimer Maibaum stehen. Danach wird er kleingeschnitten und verheizt – Abnehmer fürs Brennholz finden sich immer.

Zum 18. Mal zelebrierte die Altheimer Feuerwehr diese Tradition. Bei der Premiere vor fast zwei Jahrzehnten brach der Baum noch ab, beim zweiten Mal wurde er geklaut, um andernorts in Altheim wieder aufzutauchen. Das bloße Aufrichten des Baums ist „nur“ der offizielle Akt am Vorabend des Wonnemonats. Die Brandschützer machen alljährlich einen gemütlichen Frühlingsabend für den ganzen Ort draus, Grillen und Auftritt ihres Blasorchesters inklusive.

Zudem nutzt der Feuerwehr-Verein den Anlass, um langjährige Mitglieder zu ehren. In diesem Jahr war Gisela Eckert mit 50 Jahren Treue die Rekordhalterin unter den Ausgezeichneten. Seit 40 Jahren gehört Reinhold Neumann dem Verein an. Drei Männer wurden für 25 Jahre Mitgliedschaft geehrt: Tobias Fieres, Holger Panknin und Sascha Schramm.

Abgerundet wurde das Aufstellen des Maibaums durch ein Schätzspiel, bei dem es Gutscheine für Eiscafé „Venezia“ in Münster zu gewinnen gab. Erraten werden muss – gegen eine kleine Teilnahmegebühr – alljährlich auch ziemlich Kompliziertes rund um den Baum. Wer könnte schon ohne Nachrechnen beziffern, wie lange alle von den Kindern angebrachten Bänder zusammen wären? Da fällt es sogar noch ein wenig leichter zu überschlagen, wie hoch alle bisher in Altheim aufgestellten Bäume zusammen wären.  

jd

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