Wege besser begehbar machen

Ortstermin auf Friedhof: Einiges hat sich getan

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Stein des Anstoßes war vor vier Jahren die marode Friedhofsmauer. Sie hat heute noch große Löcher. Man sei bemüht, Efeu darüber wachsen zu lassen, der zudem das Mauerwerk stütze, hieß es aus dem Friedhofsamt auf Nachfrage.

Altheim - Ein Antrag in der Gemeindevertretung war der Auslöser für einen neuerlichen Ortstermin auf dem Altheimer Friedhof. Bereits im November 2014 gab es eine Begehung des Friedhofes, über dessen maroden Zustand es massive Kritik aus der Bevölkerung gab. Von Thomas Meier

Ende 2014 kam es bereits zu einem Ortstermin des Bau-, Planungs- und Umweltausschusses auf Altheims Gottesacker: „Wir möchten das Erscheinungsbild des Friedhofs positiv verändern“, gab damals der Ausschuss-Vorsitzende Udo Beutler (CDU) die Maxime aus – möglichst preiswert. Zum einen der angespannten Haushaltssituation wegen. Zum anderen, um nicht an der Gebührenschraube drehen.

Eklatantester Punkt auf der Sanierungsliste war vor dreieinhalb Jahren die Natursteinmauer, die sich vom Eingang des Friedhofs fast bis zu seinem gegenüberliegenden Ende und dem dortigen Kompostbereich erstreckt. Natur- und Sandsteine waren bröckelig, der Putz sichtbar abgeblättert, es sah schäbig aus,.

Ein rechtes Ärgernis war auch die Kompostanlage unmittelbar an der Grenzmauer des Friedhofs. Hier entledigten sich unbedarfte Zeitgenossen überdies ihres Grünschnitts, den sie heimlich anliefern und über die Mauer kippten. Beklagt wurde außerdem der ungepflegte Zugang zu den Gräbern im Randbereich.

Die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses, des Bau- und Planungsausschusses und interessierte Mitglieder der Gemeindevertretung wurden nun vom Ausschussvorsitzenden Edmund Galli (SPD) begrüßt. Die Leiterin der Friedhofsverwaltung Münster, Tatjana Maier, zeigte die seit dem letzten Ortstermin erzielten Verbesserungen auf. An der Südseite des Friedhofes wurde der Abfallsammelplatz entfernt und dafür Abfallsammelboxen aufgestellt. Wege wurden ausgebessert und Baumpflegearbeiten veranlasst. Die Wasserzapfstellen wurden erneuert und die Flächen darum befestigt.

Bei den Wasserstellen waren sich die Ausschussmitglieder einig, dass der Rand im Bereich der Abstellfläche zum Füllen der Gießkannen zusätzlich absenkt werden soll, damit die Kannen leichter angehoben werden können. Der Hauptgegenstand eines CDU-Antrages, sämtliche zu den Gräbern führende und derzeit nicht befestigte Wege analog des „Hauptzugangsweges“ zu befestigen, fand dagegen keine Zustimmung.

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Ein befestigter Weg würde laut Verwaltung erhebliche Kosten erzeugen, die dann auf die Gebühren umgelegt werden müssten. Wie Maier betonte, habe bisher auch niemand bei der Friedhofsverwaltung den Wunsch nach weiteren befestigten Wegen geäußert.

Hinzu kommt, dass die Entwicklung bei Friedhöfen im Allgemeinen weg von befestigten Wegen geht. Dies konnte Gemeindevertreter Jürgen Müller, SPD, bestätigen. Bei seinen Besuchen auf verschiedenen größeren Friedhöfen in der Umgebung habe er festgestellt, dass befestigte Wege vielerorts sogar zurückgebaut würden. Sie würden auch eine Umgestaltung des Friedhofes, die sich aus der in den letzten Jahren geänderten Bestattungskultur ergeben, behindern, weil sie dann zurückgebaut werden müssten.

Um die Gräber besser erreichbar zu machen, sollen die Wege dorthin durch regelmäßiges Mähen und durch Beseitigen von Bodenunebenheiten gerichtet werden. Dies entspräche auch dem ländlichen Charakter des Altheimer Friedhofes. Hierzu ein Angemerkt

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