Kein freier Platz in der Kirche zu Priesterjubiläum

Pfarrer Bernhard Schüpkes: Seine Menschlichkeit macht ihn erlebbar

+
Pfarrer Bernhard Schüpke (Mitte) bereitet sich mit seinen Konzelebranten in Münsters Kirche St. Michael auf die Eucharistie vor.

Münster - Schon geraume Zeit vor Beginn des Gottesdienstes in der Pfarrkirche Sankt Michael gab es keinen einzigen freien Platz mehr im Gotteshaus. Selbst zusätzlich gestellte Stühle und Bänke waren besetzt. Von Peter Panknin 

Das herrliche Sommerwetter erlaubte es, dass alle Türen der Kirche geöffnet bleiben konnten, sodass auch für draußen stehende Interessenten etwas von dem Geschehen im inneren zu hören war. Halb Münster, so schien es, wollte am silbernen Priesterjubiläum von Pfarrer Bernhard Schüpke teilnehmen. Die eigentliche Weihe zum Priester erlebte Schüpke zwar schon am 10. Juli 1993 im Mainzer Dom, und kein geringerer als der erst im März dieses Jahres verstorbene Kardinal Karl Lehmann, damals allerdings noch Bischof, vollzog diesen feierlichen Akt. Feierlich ging es auch 25 Jahre später, allerdings erst am 12. August, in Münster zu. Zahlreiche Priester aus dem Dekanat, unter ihnen die früheren Heimatpfarrer Böhm und Pfahl, Weggefährten von Schüpke und der Jubilar selbst zogen gemeinsam mit den Messdienern in die Kirche ein und versammelten sich um den Altar, bevor sie im Chorraum Platz nahmen.

Den Gottesdienst hielt Pfarrer Schüpke selbst, und zu Beginn erklang sehr beeindruckend „Großer Gott, wir loben Dich“, gesungen von der Gemeinde, kräftig unterstützt vom Katholischen Kirchenchor Cäcilia Münster unter der Leitung von Norbert Müller. Der Chor wurde noch des Öfteren bei der musikalischen Gestaltung des Gottesdienstes aktiv. Eine erste Ansprache wurde gehalten von Pastoralreferent Markus Halbgewachs aus Kaiserslautern im Bistum Speyer, ein Freund Schüpkes aus Studienzeiten. Er hob hervor, dass die Menschlichkeit einen Priester auszeichne und nicht etwa sein Gebaren bei Gebet oder kirchlichen Handlungen. Menschlichkeit sei etwas, was Bernhard Schüpke auszeichnen würde und ihn erlebbar mache.

Auch die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, Sabina Kallendorf, würdigte in ihrer Ansprache den Menschen und Priester Bernhard Schüpke und bedankte sich für zehn Jahre gemeinsame Arbeit im Ort, denn Schüpke ist seit zehn Jahren Priester in Münster. Mit dem Ende des Gottesdienstes war das Ende der Festlichkeiten aber noch nicht erreicht, denn Schüpke hatte zum Imbiss in den Pfarrhof eingeladen. Dort warteten schon voller Spannung die Kinder des Katholischen Familienzentrums darauf, ihre Glückwünsche vortragen zu dürfen. Der Herr Pfarrer musste sich dazu auf einen eigens hergerichteten Stuhl, der von einem bunten Sonnensegel überspannt wurde, niederlassen. Zu Liedern über Brücken, die bunt wie ein Regenbogen sein können, versuchten sie gemeinsam mit dem Geistlichen, viele bunte Seifenblasen im Freien vor der Kirche zu produzieren.

Kommunion und Konfirmation 2018 in der Region: Bilder

Nach der Übergabe von Präsenten, verbunden mit vielen Worten des Dankes, musste der Jubilar zur wartenden Schlange der Gratulanten weiter eilen. Immer wieder von eifrigen Glückwünschenden unterbrochene Grußworte folgten von Dekan Christian Rauch, von den evangelischen Geistlichen in Münster, Pfarrerin Kerstin Groß und Ulrich Möbus, die sich explizit für die ökumenische Zusammenarbeit bedankten, von Peter Waldmann, der stellvertretend für den wegen eines Feuerwehreinsatzes abgerufenen Bürgermeister Gerald Frank Grußworte und Präsent der Gemeinde Münster überbrachte, dem Vorstand der DJK Münster, dem Katholischen Kirchenchor, dem Handwerkerteam von Sankt Michael Münster. Während Schüpke von zur Gratulation entgegengestreckten Händen festgehalten wurde, sorgte ein Team von Helfern dafür, dass jeder mit Getränken und Speisen versorgt wurde.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare