Viele Bauarbeiten auf den Friedhöfen

Ein Platz für „Sternenkinder“

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Auf dem alten Friedhof Eppertshausens sieht es derzeit wüst aus. 250 Tonnen Beton und Steine wurden weggeräumt und Auffüllmaterial angeliefert. Nächstes Jahr soll das Areal, auf dem jetzt viel leerer Raum ist, neu eingesät und mit Wegen versehen werden.

Eppertshausen - Auf beiden Friedhöfen der Gemeinde wird derzeit gebaut und gegraben. Von Thomas Meier 

Und nach einstimmigem Beschluss im jüngsten Gemeindeparlament soll im Zuge der Erweiterung des Waldfriedhofes eine geeignete Stelle für die Beisetzung sogenannter Sternenkinder hergerichtet werden. Am Alten Friedhof sind die Beschäftigten des Außendienstes der Verwaltung bereits seit mehreren Wochen damit zugange, Reste von Grabmälern und deren Fundamente zu entfernen. Insgesamt wurden bereits über 250 Tonnen Beton und Steine fachgerecht entsorgt und Auffüllmaterial angeliefert und eingebaut, berichtete Bürgermeister Carsten Helfmann in der jüngsten Sitzung der Gemeindevertreter.

Bis zum Ende des Jahres laufen bei 73 Gräbern die Liegefristen ab oder sind schon abgelaufen. Die Gemeindeverwaltung bittet die Angehörigen, entsprechend dem Ablaufdatum die Gräber ordnungsgemäß räumen zu lassen. Im Anschluss ist angedacht, dass die gesamten Felder eingeebnet und eingesät werden. Aktuell ist dies aufgrund der anhaltenden Trockenheit sowie der noch notwendigen Arbeiten an vielen Grabstätten nicht möglich. Für 2019 sollen Mittel für den Wegebau und Anpflanzungen eingestellt werden.

Zum Erweiterungsbau am Waldfriedhof berichtete der Verwaltungschef, dass eine beauftragte Fachfirma gemäß dem Gestaltungsplan der Erweiterung mit den Arbeiten begonnen hat. Die Gemeindevertretung hat die Erweiterungsplanung beschlossen und Haushaltsmittel in Höhe von 200.000 zur Verfügung gestellt.

Engel und Mausoleum: Unterwegs auf dem Alten Friedhof

Eine Fläche für die Bestattung von „Sternenkindern“ am Waldfriedhof zu ebnen beantragte die CDU. Als „Sternenkinder“ bezeichnet man Kinder, die vor oder während der Geburt gestorben sind. „Immer mehr Eltern möchten eine Stelle haben zum Innehalten und um sich zu erinnern,“ begründet die Union ihr Ansinnen. Gegebenenfalls könnten auch im bestehenden Bereich der Kindergräber ein geeigneter Platz mit einer gemeinsamen Stele für die Sternenkinder errichtet werden, heißt es.

Der poetischen Wortschöpfung „Sternenkinder“ liegt laut Wikipedia die Idee zugrunde, Kinder so zu benennen, die den Himmel erreicht haben, bevor sie das Licht der Welt erblicken durften.

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