60 Akteure proben

Titanic-Musical nimmt Formen an

+
Gut gefüllt war der Probenraum in der Geiersbergschule in Groß-Umstadt.

Münster/Groß-Umstadt - Die große Urlaubszeit ist vorüber – und damit auch die Pause für die Mitwirkenden am neuen Musical-Projekt „Titanic“ des Münsterer Chores „Flame“ und der Musical Factory Groß-Umstadt. Von Peter Panknin 

Die erste gemeinsame Chorprobe nach der Sommerpause mit Mitgliedern aus der Musical Factory 64853 Groß-Umstadt und dem Musical-Chor Münster „Flame“ hat bereits stattgefunden. 60 Sängerinnen und Sänger werden bei der Aufführung auf der Bühne versammelt sein, zur Probe waren etwa 80 Prozent der Akteure anwesend. Der Probenraum war gut gefüllt, was nicht unbedingt dazu beitrug, die Temperaturen in einem verträglichen Rahmen zu halten. Da die Temperaturen unter den Bühnenscheinwerfern sicher nicht geringer sein werden, ertrugen es die Beteiligten mit Gelassenheit. Ansonsten unterschieden sich die Abläufe nicht sonderlich von anderen Chorproben: Atemübungen, Einsingen, Anstimmen bekannter Chorsätze. Manche Teilnehmer schauten noch ins Notenblatt, andere kannten ihren Part schon auswendig.

Dann jedoch ging es in die „Schleif- und Polierarbeit“, um den einzelnen Stücken Glanz zu verleihen. Hier und da wurden noch Merkhilfen in die Notenblätter notiert, schließlich schien Dirigent Ralph Scheiner fürs erste zufrieden zu sein und gewährte allen Teilnehmern eine Pause.

Gespannt warteten alle nach der Pause darauf zu hören, wie es denn nun weitergehen werde, denn die einzelnen Chorsätze sind ja noch nicht das Musical, dessen Aufführung man sich vorgenommen hat. Zwei wichtige Etappenziele wurden bekannt gegeben: das Erste ist die Silvestergala in der Stadthalle Groß-Umstadt. Hier sollen in einem Show-Block Auszüge aus dem ersten Akt des Musicals „Titanic“ gezeigt werden, in einem zweiten Showteil folgen dann Ausschnitte aus dem Musical „Der Glöckner von Notre Dame“.

Atemübungen vor dem Singen: der Musikalische Leiter der Musical Factory, Ralph Scheiner, zeigt die „richtige Körperspannung beim Atmen“.

Das zweite, große Etappenziel ist dann die Premiere des Gesamtwerkes „Titanic“ im April 2019 in der Kulturhalle Rödermark. Bis dahin muss aber nicht nur der Chor gesanglich fit sein, auch die Kostüme müssen angefertigt oder passend gemacht werden.

Damit das Ganze nicht auf leerer Bühne stattfindet, wollen auch Kulissen entworfen und zeitgerecht zu den Etappenzielen gebaut sein. Getrennt vom singenden Teil des Ensembles proben noch die zahlreichen Musiker des Orchesters, bis dann später gemeinsame Proben stattfinden werden. Der während der gesamten Probe anwesende Regisseur des gemeinsamen Veranstaltungsprojektes, Axel Staudinger, gab zusammen mit Ralph Scheiner, dem musikalischen Leiter der Musical Factory, Termine bekannt und starteten Gruppenbildungen für anstehende Aufgaben.

Nach Klärung von Rückfragen widmete man den Rest des Probenabends wieder dem Gesang. Der zuletzt geprobte Choral scheint dazu geeignet, beim Zuhörer einen Gänsehaut-Effekt zu erzeugen, denn gewaltig gut schallte es aus den offenen Fenstern des Probenraumes.

„MusicalFactory 64853“ begeistert in Münster: Bilder

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare