Noch freie Rollen im Musiktheater in Münster und Groß-Umstadt

„Flame“ und Musical-Factory starten ihr neues Projekt

Keine Blattsammlung mehr: Die Texte gibt es digital auf die Smartphones und Tablets.
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Keine Blattsammlung mehr: Die Texte gibt es digital auf die Smartphones und Tablets.

Die Entscheidung für das neue Musiktheater-Projekt „Wie im Himmel“ der Musical-Factory ist gefallen. Auch Münsters Musical-Chor „Flame“ ist stark eingebunden. Und: Für das Bühnendrama sind noch nicht alle Rollen vergeben.

Münster/Groß-Umstadt – Corona-bedingte Einschränkungen drücken auf die Stimmung im ganzen Land, niemand ist erfreut. Planungen bleiben unverbindlich, zumal ungewiss ist, ob die Infektionszahlen weiter steigen oder sinken werden. Selbst wenn sie, hoffentlich, zurückgehen, gibt es keine Vorstellungen darüber, wann und in welchem Umfang mit Lockerungen der Bestimmungen zu rechnen ist. Aber abwarten, bis Gewissheit herrscht, ist nach Ansicht aller Aktiven und des Vorstands der Musical-Factory keine Option, zumal inzwischen eine Entscheidung bezüglich der Aufführungsrechte gefallen ist.

Der Vorstand hat sich also kräftig ins Zeug gelegt. Text- und Notenmaterial wurden gesichtet, Projekt- und Terminplan skizziert sowie erste Entwürfe von Bühnenbildern erstellt und kürzlich den Vereinsmitgliedern präsentiert. Das Treffen erfolgte im Bürgerhaus Klein-Umstadt mit dem Hinweis, möglichst warme Kleidung mitzubringen, denn die Präsentation sollte bei geöffneten Fenstern und Türen stattfinden.

Trotz der Rahmenbedingungen kamen viele Interessierte, die wissen wollten, wie es weitergeht. Unter ihnen der in Altheim lebende Benjamin Ganz, zuletzt spielte er den Schiffskonstrukteur in „Titanic“ sowie Jana und Claudia Logemann, die beim letzten „Swinging Christmas“ in Altheims Kirche mitwirkten. Weiterhin hatte Tobi Stein, der sich auch beim Musical Chor „Flame“ aktiv einbringt, einen Online-Stream eingerichtet, zu dem sich weitere interessierte Darsteller schalten konnten. Gesungen wurde nicht, aber das Textbuch wurde gemeinsam mit verteilten Rollen gelesen.

Einige Passagen daraus gaben Anlass zu Heiterkeitsausbrüchen und trugen zu einer gehobenen Stimmung bei. Dennoch wurde allen klar, dass es sich bei „Wie im Himmel“ um kein „Show-Musical“ handelt sondern das zwischenmenschliche Beziehungen Kern der Handlung sind. Für die Darsteller werden also, zusätzlich zur sängerischen, die schauspielerischen Herausforderungen im Mittelpunkt stehen.

Ursprünglich als Musikfilm-Drama Jahr 2005 entstanden, wurde aus dem Buch von Kay Pollak und Carin Pollak im Jahr 2018 das bewegende und herzergreifende Musical. Eine der bekanntesten Melodien daraus, die auch Eingang in die Literatur vieler Chöre in hiesiger Region gefunden hat, ist der Titel „Gabriellas Lied“.

Die Lesung der Texte mit verteilten Rollen bedeutet nicht, dass die Bühnenrollen bereits vergeben sind. Im Gegenteil: Es werden für alle Rollen noch Darstellerinnen und Darsteller gesucht und bewerben können sich alle Mitwirkende der MusicalFactory und von „Flame“, sowie auch neue Interessenten, die gerne mal bei einem Musicalprojekt mitmachen wollen. Ein kleines Bonbon der Besetzung ist, dass es, wie bei Titanic, auch wieder mehrere Kinderrollen gibt.

Die Entscheidung für das neue Projekt „Wie im Himmel“ ist jedenfalls gefallen und das weitere Vorgehen sieht im Dezember und Januar Castings, erste Schnupperproben und eine Einstiegsphase für neue Mitwirkende vor, deren zeitliche Realisierung von den Entwicklungen der Pandemie abhängig ist.

Es bleibt also immer noch genügend Zeit, sich auf eine Premiere des neuen Musicals im Oktober 2021 vorzubereiten. Die Ensemble-Mitglieder und der Vorstand sind zuversichtlich und gehen mit viel Elan an die neue Aufgabe. (Von Peter Panknin)

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