Hinnergassebuwe spendieren der Kita „Im Rüssel“ einen Weihnachtsbaum

Münster: „Wollen 2022 nur für Münster da sein“

Die Münsterer Hinnergassebuwe Maxi Hotz (links) und Stefan Hebeling haben der Kita „Im Rüssel“ einen Weihnachtsbaum spendiert. Die Kinder dürfen ihn nun schmücken. Mit im Bild: Kita-Leiterin Carolin Schmied.
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Münster: Die Münsterer Hinnergassebuwe Maxi Hotz (links) und Stefan Hebeling haben der Kita „Im Rüssel“ einen Weihnachtsbaum spendiert. Die Kinder dürfen ihn nun schmücken. Mit im Bild: Kita-Leiterin Carolin Schmied.

Als 2007 ein halbes Dutzend Münsterer Kerbburschen die Hinnergassebuwe ins Leben riefen, ahnten sie wohl weder, dass sie zur kultigsten Partyband im Ort werden würden noch dass sie eines Tages ein Virus zu einer zweijährigen Zwangspause verdonnern würde. Seit 22 Monaten ist die mittlerweile siebenköpfige Stimmungscombo um Stefan Hebeling (Gesang und Percussion), Maxi Hotz (Schlagzeug), Sebastian Herd (Pauke), Sebastian Grimm (Tuba), Christian Richter (Akkordeon), Matthias Mattheis (Saxophon) und dem „Musikalischen Leider“ Ferdinand Ries (Trompete) ohne Auftritt.

Münster - Am Donnerstag spendierte die Gruppe der Kita „Im Rüssel“ einen Weihnachtsbaum und sprach in Person der Überbringer Hebeling und Hotz auch übers eigene Befinden. Zunächst zur Spende: In der Vergangenheit bedachten die Hinnergassebuwe in der Adventszeit schon zweimal das „Haus der Kinder“ mit einem Baum. Diesmal ging eine zwei Meter hohe Tanne an die Rüssel-Kita, wohin ein Gruppenmitglied persönliche Beziehungen hat. Leiterin Carolin Schmied freute sich über das Geschenk ebenso wie die Kids, die das Grün nun noch weihnachtlich dekorieren dürfen. Dazu sponserte der Münsterer Stamm der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg einen Abholgutschein. Am 8. Januar ab 7 Uhr holen die Pfadfinder im Gemeindegebiet wieder abgeschmückte, vor die Häuser gelegte Weihnachtsbäume ab, wofür man vorab an mehreren Stellen (zum Beispiel im Schreibwaren Haus und in der Pfarrei St. Michael) Abholmärkchen erwerben kann. Die Bäume werden anschließend an der Wiesenmühle geschreddert und auf dem Feld ausgebracht.

Wenige Wochen später hoffen die Hinnergassebuwe auf ihr Bühnen-Comeback. Am 5., 12., 18. und 19. Februar will die DJK Blau-Weiß Münster ihr 100-Jahre-Jubiläum mit vier närrischen Sitzungen in der Vereinshalle einläuten. Sollte das klappen, hätte das sonst so energiegeladene Septett bis dahin exakt zwei Jahre lang zwangspausiert. „Unser letzter Auftritt war an Altweiberfastnacht 2020 in Zellhausen“, blickt Maxi Hotz zurück.

Die Münsterer FSV-Sitzung, auf der die Gruppe Stammgast ist, wird es zwar auch 2022 nicht geben, das haben die „Freien“ schon vor mehreren Wochen entschieden. Die Hoffnung auf die DJK-Sitzungen besteht trotz der sich zuletzt zuspitzenden Corona-Lage aber noch. „Wir bereiten dafür was vor“, berichtet Stefan Hebeling, der die Hinnergassebuwe vor sechs Jahren als „Nachzügler“ komplettierte. „Dabei studieren wir auch neue Lieder ein.“

Details will die Gruppe noch nicht verraten, hat ihrerseits aber schon eine Antwort auf die angespannte Situation beschlossen: „Wir wollen 2022 nur für Münster da sein“, stellt Hebeling heraus. Heißt, dass die Band ihre gute Laune im nächsten Jahr ausschließlich bei Münsterer Veranstaltungen verbreiten und auf auswärtige Auftritte verzichten will. Nachfrage dafür gab es in den Vorjahren durchaus, „aber es würde sich in der nächsten Kampagne nicht vertragen, wenn wir erst auf der DJK-Sitzung auftreten und am selben Abend dann noch mal vor hunderten Leuten woanders.“

Die wichtigste Nachricht indes: Corona kann die Hinnergassebuwe nur bremsen, nicht aber in ihren Grundfesten erschüttern. „Wir sind auch abseits der Musik ein Freundeskreis – da geht nichts auseinander“, verspricht Maxi Hotz, dass die Fans mit den Stimmungskanonen künftig noch so manche ausgelassene Stunde zelebrieren werden. (Jens Dörr)

Als Boxer sind die Hinnergassebuwe auf einer Fastnachtssitzung der FSV Münster aufgetreten. Die „Freien“ verzichten 2022 zwar, die Hoffnung auf ein Comeback der Band bei den DJK-Sitzungen besteht aber noch.

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