Ein Abend der Tänze

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Generalkonsulin Aleksandra Djordjevic zählte zu den vielen Ehrengästen.

Neu-Isenburg ‐ „Unser Land von Norden nach Süden und von Osten nach Westen in seiner Vielfalt darzustellen, das ist unsere Absicht“, sagte Branka Ekert vom Klub Srbija. Von Enrico Sauda

Dieses Anliegen ist dem Isenburger Verein, der gut 100 Mitglieder zählt, mit seiner großen Folkloretanz-Veranstaltung in der Hugenottenhalle gelungen. Die Schau, zu der gut 800 Besucher gekommen waren, eröffnete die Feiern zum 40-jährigen Bestehen und Wirken serbischer Vereine in Hessen, dem Saarland und Rheinland-Pfalz.

Der Tanzabend in Bildern:

Tanzabend in der Hugenottenhalle

Insgesamt waren es sieben Vereine - sechs aus Deutschland, einer aus Belgrad-, die dem Publikum tanzend dieses Land näher brachten. Wegen Problemen mit dem Visum musste die Gruppe „Zvecan“ aus dem Kosovo ihre Teilnahme kurzfristig absagen. Doch den Formationen „Njegos-Tesla“ aus Schwäbisch-Gmünd, „Kolo“ aus Frankfurt, „Borac“ aus Solingen, „Sloga“ aus Mannheim, „Srbija“ aus Dortmund, „Sbrija“ aus der Hugenottenstadt, „Oro“ aus Frankfurt und „Dimitrje Tucovic“ aus Belgrad gelang es, alle Anwesenden in ihren Bann zu ziehen. Zu den Ehrengästen des Abends gehörte die serbische Generalkonsulin Aleksandra Djordjevic, die sehr das Engagement der Vereine lobte.

Doch bevor die Schau begann, segnete Pfarrer Simon Turkic von der serbisch-orthodoxen Kirche Frankfurts die Veranstaltung. Er schnitt zu Ehren des Heiligen Savea ein Brot an.

„Wir sind sehr zufrieden“, resümierte Dragica Popovic, Vorsitzende des Isenburger Klubs „Srbija“. In nur zwei Monaten war es dem Verein gelungen, diesen Abend der Tänze auf die Beine zu stellen. „Wir müssen uns nochmals ausdrücklich bei Herbert Hunkel und Walter Norrenbrock für ihren Einsatz bedanken“, sagte sie.

Einen Monat lang hatte der Choreograf Dejan Milisavljevic mit den neu-Isenburger Tänzerinnen und Tänzern sowie mit denen aus Belgrad geprobt. Insgesamt 200 Akteure standen an diesem Abend auf der Bühne. „Die Idee, so etwas zu veranstalten, kam auf, als Dejan Milisavljevic im vergangenen Jahr hier zu Besuch war“, erinnert sich Branka Ekert, die die Veranstaltung moderierte. „Eine Wiederholung ist geplant. Allerdings erst im kommenden Jahr und dann mit einem anderen Thema“, versprach die Vorsitzende.

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