Angelika Horz-Bartholomé zeigt Kunst in Alter Goetheschule

Jedes Bild trägt Emotion in sich

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Vernissage zum Geburtstag: Angelika Horz-Bartholomé wurde am Tag der Eröffnung ihrer Ausstellung 60 Jahre alt.

Neu-Isenburg - Die großformatigen Acrylmalereien von Angelika Horz-Bartholomé leuchten mit viel Farbe von den Wänden der Alten Goetheschule. Unter dem Titel „Resonanzen“ stellt die Neu-Isenburger Künstlerin ihre jüngsten Werke aus.

Jedes der Bilder trägt Emotion in sich, ein besonderes Erlebnis, dem die Malerin Ausdruck verleihen wollte. „Hier zum Beispiel“, sagt Horz-Bartholomé und deutet auf die friedlichen Kühe auf einer saftig grünen Wiese, „da habe ich eine Reportage gesehen über die schlimmen Haltungsbedingungen unseres Schlachtviehs, die von dem Einstreu, auf dem sie stehen müssen, krank werden. Da wollte ich genau das Gegenteil darstellen. Glückliche Kühe, in Freiheit auf der Wiese.“ Angelika Horz-Bartholomé greift in ihren Werken das „Mitschwingen“ und „Mittönen“ mit der Welt auf und setzt es in Malerei, Gedichte und Fotografie um. Mit einem Blick auf ihren malerischen Weg seit 2008 erweisen sich Bilder als künstlerischer „Widerhall“ von Aspekten des Lebens, die Horz-Bartholomé wichtig sind und die in verschiedenen Themenbereichen immer wieder auftauchen: Mensch, Meer, Landschaft, Garten, Tier. Näherte sie sich dabei anfangs in Einzelarbeiten einem Thema an, arbeitete sie zunehmend auch seriell. Wie die zwölf Köpfe, die im vergangenen Jahr entstanden sind. „Ich habe immer davon geträumt sie mal in einem Block aufzuhängen. Eigentlich sind es sogar 30 Gesichter, die alle eine besondere Emotion ausstrahlen. Kälte, oder Arroganz, Freude. Aber ich will auch gar nicht so viel dazu sagen, jeder soll selbst schauen, was er darin sieht“, sagt sie zu den Tusche-Malereien im Treppenhaus.

Erst 2009 war die Künstlerin nach Isenburg gezogen – „der Liebe wegen“. Ursprünglich hat Horz-Bartholomé Germanistik und Geschichte studiert und hat beide Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien abgelegt. Gemalt habe sie schon als Kind gerne, 2009 habe sie sich „endlich getraut“, sich als Kreativ- und Kommunikationsberaterin und Künstlerin selbstständig zu machen. „Es war ein mutiger Schritt, den ich aber nie bereut habe.“ Es seien bis heute die Begegnungen mit Menschen und Tieren, die in ihr eine Resonanz auslösen. „Diese Momente will ich dann festhalten und gleichzeitig mit anderen teilen. Aus diesem Grund male ich.“

Die Bilder sind bis 29. April in der Alten Goetheschule (Hugenottenallee) zu sehen. Die Öffnungszeiten: Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag, 10 bis 16 Uhr. 

(col)

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