Geldsegen für die Speisekammer

Das Benefizkonzert des Interton Trios und anderer Musiker hat 13 000 Euro eingebracht

+
Sie zeigen, wie Musik helfen kann: Das sechste Benefizkonzert des Interton Trios und anderer Musiker, darunter Mario Di Salvo (rechts), hat 13 000 Euro eingebracht, auch dank Erwin Nöske (Zweiter von links). Das freut Maria Sator-Marx, die Leiterin der Einrichtung, ebenso wie (rechts daneben) Pfarrer Martin Berker und Stefan Schmitt.

Es ist eine schöne Erfolgsgeschichte, die nun ein weiteres Kapitel bekommen hat: Das sechste Benefizkonzert des Interton Trios und seiner musikalischen Gäste hat 13 000 Euro eingebracht. Insgesamt haben die Konzerte inzwischen stolze 71 000 Euro zur direkten Hilfe für Bedürftige eingespielt.

Neu-Isenburg – Klinkenputzen kann sich lohnen – wenn man es so macht wie Erster Stadtrat Stefan Schmitt. Die Bemühungen des Schirmherren, auch die inzwischen sechste Benefizveranstaltung zugunsten der Speisekammer St. Josef zum Erfolg werden zu lassen, waren denn auch aller Ehren wert. Mit dem von Beginn an engagierten Interton Trio aus Dreieich um Helmut Sauer gibt es eine verlässliche Basis für die musikalische Unterhaltung. Dazu finden sich immer wieder Einzelakteure und Gruppen, die der Veranstaltung zusätzliche Attraktivität verleihen. „Obwohl es immer schwerer wird, Menschen für eine Spendenaktion wie diese zu gewinnen, ist heute die Hugenottenhalle wieder recht gut gefüllt“, bedankt sich Schmitt am Sonntagabend bei den rund 360 Gästen im Saal und verspricht einen kurzweiligen Abend mit einigen Überraschungen. All das dient der guten Sache: Die Initiatoren wollen die wichtige Arbeit der Speisekammer unterstützen, die jeden Freitag Bedürftige mit Lebensmitteln und Produkten für den täglichen Bedarf versorgt.

Das Interton Trio eröffnet den Abend mit seinen Liedern aus der „guten alten Zeit“ der Wirtschaftswunderjahre, bei denen beim Zuhörer schnell schöne Erinnerungen geweckt werden. Dazu passen die schicken Oldtimer, die die Hallen-Deko abrunden. Mit dabei ist auch wieder Sängerin Christina Schütz, die mit ihren Liedern „Blue Bayou“ und „Ich will keine Schokolade“ für Begeisterung sorgt. Nicht minder bejubelt wird der zwölfjährige Nick aus Sprendlingen mit seiner Michael Jackson-Performance.

Mario Di Salvo hat zuerst seinen Chef, Landrat Oliver Quilling, zur Huha chauffiert, dann begeistert er wie einst Elvis Presley mit Songs wie „Return to Sender“ das Publikum. Mit den Western-Songs „Tabak und Rum“ sowie „Siebentausend Rinder“ stimmt das Interton Trio die Gäste dann auf den folgenden Auftritt der SKG-Linedancer um Maritta Sauer ein.

Nach der Pause verkündet Schmitt dann erst einmal die freudige Bilanz: „Dank Eurer Unterstützung haben wir wieder ein tolles Ergebnis erreicht – aber ob es reicht, die 70 000-Euro-Marke zu knacken, weiß ich noch nicht“, so der Schirmherr. Fürs Verständnis: Durch die Auftritte waren bislang 58 000 Euro zusammengekommen.

Gemeinsam begeisterten Miruna Costa (rechts), Mit-Gestalterin der Kunstbühne, und ihre Tochter Mara mit ihren Songs, an der Gitarre begleitet von Dix Kovac.

Maria Sator-Marx, die Leiterin der Speisekammer, präsentiert einen Scheck über 1500 Euro von der Sparkasse Langen-Seligenstadt und einen weiteren über 700 Euro von Lidl. Somit ist man bei 11 660 Euro – aber noch unter der 70 000-Euro-Grenze. „Dann erhöhe ich auf 13 000“, sagt Erwin Nöske, Vorstandsvorsitzender der Dr. Bodo-Sponholz-Stiftung. Somit ist nicht nur die 70 000er-Marke geknackt, sondern gar die Spendensumme von insgesamt 71000 Euro erreicht.

„Ein sehr stolzer Betrag zur direkten Hilfe bedürftiger Menschen in Neu-Isenburg, wie ich meine“, kommentiert Schmitt.

Getragen von dieser Welle der Begeisterung geht es in den zweiten Teil des Abends, der mit einer Überraschung beginnt: Miruna Costa kennen viele als Vorstandsmitglied des Forums zur Förderung von Kunst und Kultur (FFK) – und einige wissen, dass sie rund 20 Jahre lang Frontsängerin einer Band war. Jetzt tritt sie wieder als Solosängerin, begleitet von Gitarrist Dix Kovac, vors Publikum und beeindruckt mit ihren Songs. Der Clou: Ihre Tochter, Goetheschülerin Mara, kommt auch noch dazu und bekommt für ihre Version von „Stay with me“ von Sam Smith großen Beifall.

Das Interton Trio, das seit mehr als einem halben Jahrhundert die Säle in der Region mit beliebten Melodien füllt, will auch weiter da sein wenn es darum geht, zu helfen und karitative Projekte zu fördern.

Schirmherr Stefan Schmitt jedenfalls äußerst in seiner Dankesmail an alle Mitstreiter am Montagmorgen schon mal den Wunsch, „dass vielleicht im Frühjahr 2021 wieder ein solches Konzert zur Unterstützung der Speisekammer stattfindet“.  

lfp

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare