Besonderes Sommerfest im Bansapark

Eintauchen in Barockzeit

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Zwölf Spielstationen warten auf die Festbesucher, darunter historische Geschicklichkeitsspiele wie die „hängenden Kugeln“.

Neu-Isenburg - Lebenslust und Hofkultur im Barock: das waren üppige Feste, prunkvolle Gewändern, Musik und Lyrik im schönen Ambiente. Dem Lebensgefühl um 1718 spüren die Ausstellung und das Begleitprogramm nach, das rund um den 300. Todestag des Stadtgründers Neu-Isenburgs, Graf Johann Philipp von Ysenburg-Büdingen, zusammengestellt wurde.

Den Auftakt macht am Sonntag, 26. August, von 11 bis 18 Uhr ein barockes Sommerfest im Bansapark. Viele weitere Veranstaltungen wie Workshops und Vorträge sollen ab September folgen. Für das Fest-Programm haben die Organisatoren im städtischen Kulturbüro sich einiges einfallen lassen. Ab 11 Uhr spielen wie die Könige im historischen Holzspielepark: Zwölf Riesen-Spielstationen laden zum Mitmachen ein. Labyrinth- und Kugelspiele waren im Barock sehr beliebt. Besucher versuchen sich an Trou Madame, Französischem Tischkegeln, Hängenden Kugeln und vielem mehr.

Ab 14.30 Uhr werden illustre Gäste erwartet: Das Vierfarben-Saxofon-Quartett präsentiert Barockmusik im Park an der Bansamühle, ein Märchenerzähler erzählt Poetisches für Kinder und Erwachsene – und beim „Museum im Park“ können Besucher ausprobieren, wie einst Graf Johann Philipp Dokumente zu siegeln, die vorher mit Feder und Tinte geschrieben werden. Um 15 Uhr liest Chantal Prinzessin zu Ysenburg aus der 1000-jährigen Geschichte des Hauses Ysenburg im Trauzimmer der Bansamühle.

Archivbilder

Bilder vom Weinfest in Neu-Isenburg

Zu einem Fest gehören auch die leiblichen Genüsse: Für diese sorgt das Team vom Babbelcafé, das traditionell in der Bansamühle sonntags einen Cafébetrieb anbietet. „Bei einem Glas Sekt lässt es sich genussvoll im Park lustwandeln – und dabei mit illustren Gästen aus dem Barock parlieren“, heißt es in der Ankündigung. Für die Veranstaltung wird kein Eintritt erhoben; Speisen und Getränke werden verkauft.

Fragen wie denen, wer Graf Johann Philipp zu Ysenburg-Büdingen eigentlich war und was seine Motivation war, Glaubensflüchtlinge aufzunehmen, spürt außerdem eine große Sonderausstellung nach. Ab dem 21. September ist diese im Stadtmuseum Haus zum Löwen (Löwengasse 24) zu sehen und zeichnet mit ihrem umfangreichen Begleitprogramm ein Lebens- und Gesellschaftsbild der Zeit. (hov)

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