Sich gegenseitig helfen

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Den Geburtstag des Besuchskreis haben (von links) Peter Ploch, Elisabeth Kröber, Elfriede Seuring, Helmut Mank, Christel Lindenberger, Wilma Machowski, Elisabeth Henke und Pfarrerin Susanne Lenz in gemütlicher Runde gefeiert.

Neu-Isenburg - Ältere Menschen leiden häufig unter Einsamkeit. Nicht jeder, der in hohem Alter seinen Geburtstag feiert, bekommt an diesem Tag Gäste.

Aber auch Kranke oder Gehandicapte zu begleiten und in Heimen zu besuchen, haben sich Ehrenamtliche der evangelisch-reformierten Buchenbuschgemeinde zur Aufgabe gemacht. In diesem Jahr feiert der Besuchsdienstkreis, wie sich die Aktion nennt, selbst Geburtstag: den 15.

Wobei das nicht ganz richtig ist, wie sich nun gezeigt hat: „Im Verlauf der Jubiläumsvorbereitungen stellte sich heraus, dass die Gruppe bereits 1997 gegründet wurde“, berichtet Pfarrerin Susanne Lenz, die den engagierten Gemeindemitglieder, die Lust haben, Senioren zu besuchen und mit ihnen gemeinsam Zeit zu verbringen, nun dankte und anlässlich des Geburtstags einen Themengottesdienst „Besuchen“ gestaltet hatte. Die Ehrenamtlichen haben es sich damals bei der Gründung des Kreises zur Aufgabe gemacht, „Geburtstagskinder“ ab 75 Jahre zu besuchen, aber auch vereinsamte ältere Menschen zu begleiten. Lenz verwies in ihrer Predigt auf Umfragen, die belegten, dass Diakonie meist nur als institutionelle Aufgabe von Heimen, Hospizen oder Krankenhäusern wahrgenommen werde. Dass aber nachbarschaftliche und anwaltliche Hilfe und vor allem auch Gemeindediakonie zu den zentralen Aufgaben von Kirche gehören, sei vielen nicht mehr bewusst.

Peter Ploch, langjähriger Leiter des Besuchsdienstkreises, wurde feierlich verabschiedet, da er aus gesundheitlichen Gründen die Arbeit künftig nicht fortsetzen kann. Lenz bedauerte zwar seinen Abschied nach einem wie sie hervorhob „beeindruckenden, treuen Engagement“, freute sich aber auch auf die anderen Bereiche, in denen Ploch weiterhin in der Gemeinde aktiv sein wird. Ploch äußerte in einer kurzen Rede, er habe die Arbeit mit großer Freude getan. Der Besuchsdienstkreis umfasst – nach dem Abschied des langjährigen Leiters – aktuell sieben Mitglieder, wobei Elfriede Seuring von der ersten Stunde an dabei war. Weitere Engagierte sind Elisabeth Körber, Elisabeth Henke, Christel Lindenberger, Wilma Machowski, Helmut Mank und Pfarrerin Lenz.

Neben dem Jubiläum ist derzeit auch im Buchenbusch, wie für alle evangelischen Kirchengemeinden, der 26. April ein Thema: Dann werden mit den Kirchenvorständen die Leitungsgremien neu gewählt. Die Suche nach Kandidaten gestaltet sich derzeit nicht überall einfach. Lenz ist daher froh, dass sich in der Buchenbuschgemeinde zehn Kandidaten gefunden haben. „Nur zwei der aktuellen Kirchenvorstandsmitglieder beenden ihre Arbeit – eine Vorsteherin, da sie für mehrere Jahre die ‘Welt umsegelt’, ein Vorsteher, weil er aus beruflichen Gründen nicht mehr so häufig in Neu-Isenburg sein kann“, berichtet Lenz. Bis auf eine Seniorin seien die neuen Kandidaten alle recht jung, zwei gar „Twens“. „Wir können froh sein, dass wir bereits alle Kandidaten zusammen haben. Andere Gemeinden haben da größere Probleme“, hob Lenz hervor. Die Bewerber für das Gremium, das die Gemeinde leitet und über Finanzen, diakonische Arbeit und mehr entscheidet, kommen laut Lenz „aus den unterschiedlichsten Bereichen der Gemeindearbeit und entstammen verschiedenen Kreisen und Gruppen“. Bis 5. Februar wird die endgültige Liste bekannt gegeben. - hov

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