Grüne legen aber deutlich zu

CDU bleibt in Neu-Isenburg an der Spitze

Nach der Schließung der Wahllokale wurde eifrig ausgezählt.
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Nach der Schließung der Wahllokale wurde eifrig ausgezählt.

Als gestern um kurz nach 19 Uhr die ersten Trendergebnisse einlaufen, sieht es kurzzeitig nach einer Sensation aus. Denn da führen die Grünen vor der CDU. Doch im Laufe des Abends ändert sich das schnell. Die CDU zieht vorbei und wird – bei leichten Verlusten – erneut stärkste Partei. Und doch können die Grünen von einem Erfolg sprechen, sie werden nach derzeitigem Stand deutlich zweite Kraft vor der SPD, die absackt.

Neu-Isenburg - Die Grünen würden, wenn es so bliebe, die Sitze im Stadtparlament auf elf (bislang fünf) mehr als verdoppeln. Deutliche Verluste muss laut erstem Neu-Isenburger Wahltrend auch die AfD hinnehmen, während FDP und Linke leicht zulegen.

Das bedeutet, falls die heute beginnende Auszählung der Personen-Stimmen nicht noch den Umschwung bringt, theoretisch sogar die Möglichkeit für CDU und Grüne, künftig ohne weitere Partner eine Regierungskoalition zu bilden.

Doch entscheidend ist der Hinweis, dass noch lange nichts entschieden ist: Die gestern vermeldeten Zahlen sind nur ein Trend, der wirklich nur vorläufigen Charakter hat. Denn fast die Hälfte der Stimmzettel muss noch ausgezählt werden, wie Wahlleiter Thomas Peters am Abend betont. Mit einem Endergebnis rechne er „spätestens am Mittwoch“. In den sozialen Netzwerken mahnt so gestern zum Beispiel SPD-Spitzenkandidat Gene Hagelstein zur Vorsicht. Er hofft, dass seine Partei beim Auszählen der kommulierten und panaschierten Stimmen noch gewinnen kann, zumal die SPD auf einen sehr stark personalisierten Wahlkampf gesetzt habe. „Da ist für die Sozialdemokratie noch etwas mehr Honig im Topf“, so Hagelstein. Auch andere Parteien sind vorerst zurückhaltend. „Im Vergleich zu anderen Kreiskommunen zeichnet sich ein stabiles Ergebnis für uns ab. Leider sind wir Einflüssen von außen ausgesetzt, die nichts mit unserer erfolgreichen Arbeit vor Ort zu tun haben“, so der erste Kommentar von CDU-Spitzenkandidatin Christine Wagner. Sie gehe stark davon aus, dass sich beim Auszählen am Montag und Dienstag noch viel tue, da die Briefwähler sicher stark Gebrauch vom Kumulieren und Panaschieren gemacht hätten. Wagner: „Es bleibt spannend bis zum letzten Stimmzettel.“ Grünen-Spitzenkandidatin Maria Sator-Marx schreibt: „Neu-Isenburg wird deutlich grüner, Klimaschutz, ÖPNV und Stadtumbau sind auf einem guten Weg. Wir sind sehr begeistert.“

Kurz nach Schließung der Wahllokale zeigt sich Peters sehr zufrieden. „Es gab keine Zwischenfälle, es ist alles ruhig verlaufen.“ Auch längeren Wartezeiten in den Wahllokalen seien ihm nicht bekannt geworden.  hov

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