Daxi Naab erhält Bürgermedaille

20 Jahre Einsatz für MS-Kranke

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Daxi Naab (Mitte), die bei der 25-Jahr-Feier der MS-Selbsthilfegruppe mit der Bürgermedaille überrascht wurde, im Kreise ihrer Gratulanten: Bürgermeister Herbert Hunkel, Roswitha Komnig (links) und (hinten von links) Inke Reinhard und Monika Dettke.

Neu-Isenburg - Die Isenburger Selbsthilfegruppe für an Multipler Sklerose (MS) Erkrankte gibt es seit 25 Jahren. Zur Geburtstagsfeier gab’s eine Überraschung für die scheidende Leiterin:

Daxi Naab hat von Bürgermeister Herbert Hunkel die Bürgermedaille der Stadt erhalten. Am 11. Januar 1988 wurde die Gruppe ins Leben gerufen, die ersten Mitglieder trafen sich im Haus der Vereine, wo ihnen die Stadt einen kostenfreien Raum zur Verfügung stellte. Hier wurde unter den Betroffenen die „Krankheit mit den 1000 Gesichtern“, wie MS auch genannt wird, diskutiert und es gab Aktionen und Informationen. Rund 130.000 Menschen sind derzeit in Deutschland an MS erkrankt, jährlich kommen etwa 2 500 hinzu. Dass das Leben mit dieser Krankheit trotzdem schön, abwechslungsreich und vor allem lebenswert sein kann, das wollte und will die MS-Selbsthilfegruppe zeigen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die gezielte Ergotherapie – hier kam die ausgebildete Physiotherapeutin Daxi Naab ins Spiel.

Sie übernahm die Leitung der Krankengymnastik und später gar die Leitung der MS-Selbsthilfegruppe, die sie über 15 Jahre inne hatte. Daxi Naab habe zwei Jahrzehnte lang „sehr viel Erfahrung eingebracht und konnte gute Arbeit mit großem Sachverstand und vor allem viel Menschlichkeit leisten“, würdigte der Rathauschef die Verdienste der nun scheidenden Leiterin. Naab begleitete die Selbsthilfegruppe in den Treffen, kümmerte sich um die finanziellen Belange und suchte sogar nach geeigneten Wohnunterkünften für die Mitglieder, zählte Hunkel ihr weiteres Engagement auf. Und es gab noch eine erfreuliche Nachricht: Die Nachfolge ist gesichert, ab sofort übernimmt Roswitha Komnig die Leitung der MS-Gruppe. 

lfp

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