„Verkehrspolitik ist Wirtschaftsförderung“

Debatte um Gestaltung der Straßen

Neu-Isenburg - Bei einem Stadtrundgang hat die Arbeitsgruppe Mittelstand der FDP die Verkehrspolitik in den Fokus gerückt. Ihr Credo: „Verkehrspolitik ist Wirtschaftsförderung“.

Treffpunkt der vom Vorstandsmitglied Andreas Frache geleiteten Führung war die Kreuzung Carl-Ulrich-  und Frankfurter Straße. Dort wurden Chancen (Standortvorteile für Gewerbe und Wohnen im Stadtquartier Süd) und Risiken (mögliche Konkurrenz für den Einzelhandel durch das Einkaufszentrum Gateway Gardens) der Regionaltangente West diskutiert. Die Teilnehmer begrüßten die Überarbeitung der Planung für diese Kreuzung. Den Liberalen ist dabei jedoch wichtig, „dass die Leistungsfähigkeit der beiden großen Verkehrsachsen für den Autoverkehr erhalten und die Neugestaltung dabei trotzdem städtebaulich verträglich bleibt“.

Nächster Halt: der vor einiger Zeit ausgebaute Teil der Frankfurter Straße zwischen Friedhof- und Wilhelmstraße. Konsens der Gruppe war dort, dass eine Verbreiterung von Gehwegen nur dann sinnvoll sei, wenn diese auch von Gewerbe/Gastronomie genutzt werden. „Verlust von Parkplätzen durch ungeschickte Raumaufteilung ist für zukünftige Planungen zu vermeiden; Kopfparkplätze könnten hier eine Lösung sein“, betont die FDP. Der barrierefreie Umbau der Bushaltestellen soll nach Meinung der Teilnehmer so erfolgen, „dass der fließende Verkehr nicht von haltenden Bussen blockiert wird“.

Auch die Fußgängerzone, deren verkehrsberuhigte Befahrbarkeit zu bestimmten Zeiten die FDP wünscht, war eine weitere Station. „Hier könnten Kurzparkmöglichkeiten die Kundenfrequenz heben, die Chancen des Einzelhandels verbessern und Neuansiedlungen ermöglichen“, so Frache. „Der Wochenmarkt sowie Außengastronomie könnten dabei erhalten werden, wie das Beispiel der Schillerstraße in Frankfurt zeigt.“ Nach einem Stopp am Wilhelmsplatz, wo die FDP sich „auf einem Teil der Fläche ein filigranes, einstöckiges Parkdeck“ vorstellen könnte, um dem Stellplatzbedürfnis von Anwohnern, Altem Ort und Haus der Vereine gerecht zu werden, ging"s weiter zum „Apfelwein Föhl“, wo man den Abend ausklingen ließ.

hov

Rubriklistenbild: © dpa

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