Mehr als nur Sprachunterricht

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Alexander Gerstenberger-Vogt (Zweiter von links) überreicht den Teilnehmern Gutscheine, rechts Pfarrer Matthias Loesch.

Neu-Isenburg - Der erste Deutschkurs für Flüchtlinge in Isenburg feiert Geburtstag: Es war im Februar 2014, als Alexander Gerstenberger-Vogt als Ehrenamtlicher und Mitglied der evangelisch-reformierten Marktplatzgemeinde den ersten Kurs ins Leben rief.

Mit Sandra Taube und Pfarrer Matthias Loesch gewann er große Unterstützer bei seiner Arbeit mit Flüchtlingen (wir haben berichtet). Was anfangs etwas zögerlich begann, entwickelte sich bis heute recht gut. Inzwischen gibt es eine Anfängergruppe und eine Gruppe für Fortgeschrittene. Mittlerweile engagieren sich auch noch zwei Studentinnen, ein Student sowie eine pensionierte Lehrerin für den sogenannten Sprachtreff. Ziel sei es, den Neubürgern der Stadt den deutschen Sprachgebrauch für das tägliche Leben näher zu bringen, erläutert Gerstenberger-Vogt. Zu den Sprachtreffs kommen Menschen unterschiedlichster Nationen: Afghanistan, Bangladesch, Eritrea, Irak, Syrien, Somalia, Iran und Äthiopien.

Ein Jahr schweißt zusammen – und so haben die jungen Frauen und Männer, die ihre Familien zurücklassen mussten, in der Marktplatzgemeinde nicht zur Zuspruch, sondern auch Geborgenheit, Glaube und Hoffnung wiedergefunden. Jetzt, ein Jahr nach dem Beginn des Deutschkurses, der auch zu einem Gemeinschaftserlebnis wurde, durfte auch ein wenig gefeiert werden. Als kleine Überraschung konnte Alexander Gerstenberger-Vogt den Teilnehmern Essensgutscheine der Kultgaststätte „Treffpunkt“ überreichen – die sie auch dort einlösen können. „Wir sind dankbar, dass die Deutschkurse so gut angenommen werden und danken allen jenen, die uns dabei ehrenamtlich unterstützen“, betonte Pfarrer Loesch.

Auch das Café Grenzenlos der Gemeinde öffnet am Mittwoch, 4. März, wieder seine Türen im Gemeindesaal – als Treffpunkt von Menschen für Menschen. Wer wissen möchte, welche Willkommenskultur sich Flüchtlinge wünschen, was sie bewegt und was sie benötigen, kann an jedem ersten Mittwoch im Monat ab 15 Uhr bei der Marktplatzgemeinde mit ihnen ins Gespräch kommen. Das Café Grenzenlos wird über Spenden und ehrenamtliche Helfer getragen. (lfp)

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