Stadt legt Sachstandsbericht vor

Digitalisierung in Neu-Isenburg vorantreiben

Einen Spaziergang in der Abendsonne mit seinem Frauchen nutzt Schäferhund-Mischling Mex zu einem kurzen Sprint. Sollte beim Austoben einmal die Hundesteuer-Marke verloren gehen, können Neu-Isenburgs Hundehalter eine neue ab sofort auch online bestellen.
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Einen Spaziergang in der Abendsonne mit seinem Frauchen nutzt Schäferhund-Mischling Mex zu einem kurzen Sprint. Sollte beim Austoben einmal die Hundesteuer-Marke verloren gehen, können Neu-Isenburgs Hundehalter eine neue ab sofort auch online bestellen.

Mit der Digitalisierung soll es in der Neu-Isenburger Stadtverwaltung weitergehen. Dazu hat der Magistrat nun einen Sachstandsbericht vorgelegt und weitere Potenziale aufgezeigt.

Neu-Isenburg – Papierstapel, Aktenordner und Hauspost sollen in Zukunft seltener eine Rolle spielen, in der modernen Verwaltung viele Prozesse digitalisiert werden. „In den Bereichen Finanzwesen, Meldedaten, Personenstandsregister, Rechnungsworkflow, Fehlbelegungsablage und Gewerberegister sind in Neu-Isenburg bereits E-Akten, also elektronische Dokumente, im Einsatz“, berichtet der Magistrat.

Kontinuierlich werde die elektronische Aktenführung in der gesamten Verwaltung weiter eingeführt – um Kosten zu senken und noch effizienter zu arbeiten.

„Gerade jetzt in der Corona-Pandemie hat sich bewährt, dass wir bereits im November 2017 mit der Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes begonnen haben und viele Dienstleistungen der Stadt online zur Verfügung stellen. Zum einen können die Bürger dadurch vieles von zuhause aus erledigen, zum anderen können unsere Mitarbeiter auf die Prozesse von überall aus, auch aus dem Homeoffice, zugreifen“, so Bürgermeister Herbert Hunkel.

Das Onlinezugangsgesetz (OZG) „Gesetz zur Verbesserung des Onlinezugangs zu Verwaltungsleistungen“ verpflichtet Bund und Länder, ihre Verwaltungsleistungen bis Ende 2022 auch elektronisch über Verwaltungsportale anzubieten.

Und spätestens Corona hat ins Rampenlicht gerückt, wie wichtig es für die öffentliche Hand ist, die Digitalisierung ihrer Behörden auszubauen. Für das Homeoffice wurden laut Magistrat die Stadt-Mitarbeiter mit Ecos Mobile Office Sticks ausgestattet. „Diese ermöglichen einen installations-freien, hochsicheren VPN-Zugang in das städtische Netzwerk. Damit ist auch eine perfekte Trennung zwischen der betrieblichen und privaten Nutzung der Endgeräte sichergestellt“, schreibt der Magistrat.

Im Rahmen der Organisationsuntersuchung hat die Stadt die KGSt (Kommunale Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement) beauftragt, weitere Digitalisierungspotentiale aufzuzeigen. Der Sachstandsbericht der Empfehlungen liegt nun der Stadtverordnetenversammlung zur Kenntnis vor. Ihm ist zu entnehmen, dass in den untersuchten Fachbereichen Kinder und Jugend, Soziales, dem Fachbereich Gremien/Zentrale Dienste, Organisation, Personal und IT sowie dem Fachbereich Sicherheit, Ordnung und Straßenverkehrsbehörde 19 Prozesse identifiziert wurde, die weiter digitalisiert werden können. „Neun davon wurden bereits umgesetzt, sechs sind in Bearbeitung“, heißt es dazu vom Magistrat. Derzeit in Arbeit ist laut Sachstandsbericht etwa die Einführung einer digitalen Personalakte.

Und wie weit kommen die Bürger online, wenn sie Behördengänge erledigen wollen? Auch diesbezüglich ist ein Anfang gemacht, insgesamt bietet die Stadt aktuell nach eigenen Angaben 25 Online-Dienstleistungen über ihr Internetportal https://neu-isenburg.de/buergerservice/online-service/ an. So können Bürger rund um die Uhr bequem von der Couch aus zum Beispiel Bewohnerparkausweise beantragen oder verlängern, Knöllchen von Zuhause oder unterwegs zahlen, die Beweisfotos betrachten oder Einwände erheben. Auch Gewerbean- oder abmeldungen sind direkt online über die Stadt-Homepage möglich.

Der neueste Online-Dienst der Stadt ist seit dem 1. Februar verfügbar: der Hundesteuer-Ersatz-Marken-Dienst. Bei Verlust der Hundesteuer-Marke kann der Besitzer eine neue Hundesteuer-Marke online bestellen. Die Hundesteueran- und abmeldung ist zudem seit August 2018 online verfügbar. So wurden laut Auswertung beispielsweise im Jahr 2020 knapp 33 Prozent der Hundesteuer-Abmeldungen und knapp 72 Prozent der Neuanträge auf einen Bewohnerparkausweis online erledigt.  (hov)

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