Michael Louis Adam ist fünfter Kandidat bei der Bürgermeisterwahl

Ein junger Quereinsteiger in Neu-Isenburg

Er will Bürgermeister der Bürger werden: Michael Louis Adam.
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Er will Bürgermeister der Bürger werden: Michael Louis Adam.

Aus dem Quartett zur Bürgermeisterwahl am 26. September ist ein Quintett geworden. Mit Michael Louis Adam hat ein fünfter Kandidat seinen Hut in den Ring geworfen, der sich schon durch sein Alter deutlich von seinen Mitbewerbern absetzt.

Neu-Isenburg - Als junger Quereinsteiger, Jahrgang 1995, will er frischen Wind ins Rathaus bringen. „Ich möchte eine langfristige Perspektive für Neu-Isenburg schaffen, da ich hoffe, hier noch mindestens 60 Jahre leben zu können“, betont er.

„Ich würde gerne Verantwortung für die Stadt, in der ich lebe und groß geworden bin, übernehmen und ihr etwas zurückgeben“, sagt Adam im Gespräch. Schon in seiner Schulzeit an der Goetheschule sei sein Interesse geweckt worden. Und das hat nicht nachgelassen. Deshalb bewirbt er sich diesmal. „Ich habe Lust drauf. Ich denke, dass es richtig ist.“

Geboren ist er in Frankfurt, lebt aber seit der Geburt in Neu-Isenburg. Er ging auf die Wilhelm-Hauff- und die Goetheschule und absolvierte eine Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann. Aktuell ist er im achten Semester Physikstudent an der Goethe-Universität in Frankfurt. Auf seine Hobbys angesprochen, nennt er spontan „Fußball spielen mit Freunden im Sommer“. Zudem malt er gern. Ganz besonders wichtig sind ihm soziale Kontakte. „Es gibt kaum einen Tag, an dem ich mich nicht mit Leuten treffe.“ Deshalb war der Lockdown auch so hart für ihn.

Trotz seines politischen Interesses ist er kein Mitglied einer Partei. Der Kandidat sieht sich als Bürger, der Bürgermeister werden will, und nicht als Politiker. Und es sollten nicht immer die gleichen sein, die schon seit vielen Jahren in Neu-Isenburger Politik machen, sagt er mit Blick auf die anderen vier Kandidaten. Von außen könnte man auch einen anderen Blick auf die Sache werfen und Neues in die Stadtpolitik einbringen. „Als Bürgermeister will ich die Interessen der Neu-Isenburger durchsetzen und nicht die meinen.“ Wichtig ist ihm eine offene und freie Gesellschaft. Als junger Mensch ist er natürlich an der Klimapolitik interessiert. Und das schlägt sich auch in seinem Programm nieder. Dazu zählen der Ausbau von öffentlichen Verkehrsmitteln, insbesondere der Regionaltangente West (RTW), das Vorantreiben von LEDs in den Straßenlaternen und der Ausbau von Ladesäulen für E-Autos.

Zudem tritt Adam dafür ein, dass nicht jede freie Fläche zugebaut wird. Es sollte mehr Sitzgelegenheiten in Parks und überhaupt mehr Parks geben. Auf seiner Liste stehen auch Pfandringe für Mülleimer, sowie mehr Mülleimer, um Abfall im öffentlichen Raum zu reduzieren. Unter dem Punkt Soziales nennt der Kandidat Fördermöglichkeiten für Kinder, die während der Pandemie zu kurz gekommen sind, die Förderung von Sprachkursen und die Erweiterung eines frei zugänglichen Sportangebots beispielsweise durch einen weiteren Bolzplatz. Zusammen mit der Stadt Frankfurt sollte ein langfristiges Konzept für den Tannenwald entwickelt werden.

Im Bereich Kultur sollen die Angebote für Jugend und Stadtfeste gefördert werden. Zudem tritt Adam für die Unterstützung der Gastronomie nach Corona an. Zu den jeweiligen Themen würde er sich eine Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung suchen. Eine Herausforderung sei natürlich die Leitung einer Verwaltung. Doch davor ist im nicht bange, da er gut im Organisieren sei.

Nun gilt es für ihn, sich bekannter zu machen. Dafür setzt er vor allem auf Online-Medien wie Facebook, um mit den Neu-Isenburgerinnen und Neu-Isenburgern in Kontakt zu kommen. Eine Homepage wird in Kürze freigeschaltet und enthält weitere Information zu ihm und seinen Positionen. Auch an Flyer und weitere Aktionen ist gedacht. Nun schaut er zuversichtlich den nächsten Wochen entgegen.

Von Holger Klemm

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