Land entscheidet im April über Zukunft der Unterkunft

Kein Schweinefleisch in Kitas? Erneut wirre Gerüchte

Neu-Isenburg - Ob es um vermeintliche Berge von weggeworfenem Essen in der Erstaufnahmeeinrichtung geht, um schlimme Zustände im Hallenbad oder im Aldi: Die Gerüchte um die Erstaufnahmeeinrichtung und allgemein um die Aufnahme von Flüchtlingen in Isenburg schießen immer wieder mal ins Kraut.

Einmal mehr sieht sich Bürgermeister Herbert Hunkel gestern veranlasst, Stellung zu nehmen zu wirren Erzählungen. Dieses Mal geht es um die in der Stadt kursierende Behauptung, dass in städtischen Kitas beim Essen kein Schweinefleisch mehr angeboten würde, um das Empfinden der vielen muslimischen Kinder nicht zu verletzen. „Ein Verbot von Schweinefleisch in der Essensversorgung der Kindereinrichtungen existiert nicht“, stellt der Bürgermeister richtig. „In allen Kitas wird in Absprache mit den Eltern das Essen bestellt.

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Sofern Schweinefleisch auf dem Speiseplan steht, wird immer ein Alternativessen ohne Schweinefleisch für die muslimischen Kinder angeboten. Diese Praxis ist in allen Kitas seit Jahrzehnten üblich und ist auch nicht geändert worden.“ Auch dem Gerücht, Flüchtlinge müssten für den Besuch des Hallenbads keinen Eintritt bezahlen, widerspricht Hunkel energisch: „Für Flüchtlinge gelten die gleichen Eintrittspreise wie für alle anderen Besucher auch – sowohl im Hallenbad wie auch im Freibad. “ Es sei auch nicht vorgesehen, daran etwas zu ändern.

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Offen bleibt indes länger als erwartet die Frage, wie es mit der Erstaufnahmeeinrichtung weitergeht. Wie berichet, endet der Mietvertrag, den das Land mit dem privaten Eigentümer geschlossen hat, im September. Vor Ostern hatte es geheißen, es werde noch im März eine Entscheidung gefällt. Hunkel berichtet, er habe sich am Dienstag erneut beim Land erkundigt – und erfahren, dass die Entscheidung darüber, welche Erstaufnahme-Standorte erhalten bleiben und welche nicht, erst im April fallen werde. 

Bilder: Einblicke in Unterkunft für Flüchtlinge in Neu-Isenburg

hov

Rubriklistenbild: © Symbolbild: dpa

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