Endhaltestelle:

Einstimmig für mehr Sicherheit

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Wie eine Insel liegt die Straßenbahnendhaltestelle vor der Stadt, nun fordern die Kommunalpolitiker eine bessere Erreichbarkeit. Ein Knackpunkt ist der Kreuzungsbereich Frankfurter Straße, Darmstädter Landstraße und Isenburger Schneise. Mancher Fußgänger geht dort auch gern bei Rot rüber.

Neu-Isenburg -  „Ja also, geht doch“, zeigte sich Patrick Föhl, Fraktionsvorsitzender der CDU, zufrieden, als sich bei der Abstimmung über eine Verbesserung der Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer zur Straßenbahnendhaltestelle die Hände aller Stadtverordneten in die Höhe reckten.

Vorausgegangen war ein gemeinsamer Antrag der Koalitions-Fraktionen FDP, CDU, Grünen sowie des FWG-Vertreters, der in der letzten Sitzung des Stadtparlaments vor der Sommerpause noch zur Diskussion stand.

Wie berichtet, soll gemäß dieses Antrags der Magistrat beauftragt werden, mit den zuständigen Gremien der Stadt Frankfurt – auf deren Gemarkung die Straßenbahnendhaltestelle liegt – sowie den Straßenbauämtern zu verhandeln, die Sicherheit von Fußgängern aber auch Radfahrern beim Überweg zur Endhaltestelle der Straßenbahn Linie 17 besser zu gewährleisten.

Der Bahnhof mit der Wendeschleife der Straßenbahn befindet sich – aus Neu-Isenburger Sicht – auf einer Insellage und kann nur durch Überqueren mehrerer Straßen erreicht werden. Hier sehen die Antragsteller Handlungsbedarf.

Dies betrifft sowohl den Waldweg von Osten als auch den Fuß- und Radweg von Westen zur Straßenbahn. Auf der östlichen Seite wünschen sich die Isenburger Parlamentarier einen Ausbau des Waldweges hinter der Bushaltestelle bis zur Ampel am Fußgängerüberweg. Aber auch für den Überweg sollen Maßnahmen ergriffen werden, um die Sicherheit für Fußgänger und Radler zu erhöhen.

Der Fuß- und Radweg von Westen zur Straßenbahn ist zwar durch den Wald beleuchtet, aber in schlechtem Zustand. Auch dieser soll von der Isenburger Schneise bis zur Ampel an der Frankfurter Straße in einen sicheren Zustand versetzt werden.

Radfahrer-Falle toter Winkel: Gefahr durch abbiegende Lkw

„Wir sind eine fahrradfreundliche Stadt und haben bereits viel für die Sicherheit von Radfahrern getan, doch auf Frankfurter Seite gibt es noch Handlungsbedarf“, betonte Günther Marx von den Grünen. Dirk Gene Hagelstein von der SPD lobte ebenfalls diesen Vorstoß und signalisierte die Zustimmung seiner Partei. „Wieso stehen wir nicht mit auf dem Antrag?“, hinterfragte er gar augenzwinkernd.

„Auch wir begrüßen diesen Antrag und ich kann nur bestätigen, dass dort entsprechender Handlungsbedarf besteht, denn ich nutze selbst öfters die Linie 17“, so Edgar Schultheiß. Der Linken-Fraktionschef verwies gezielt auf eine schlecht einsehbare Ampel nahe dem Frankfurter Haus, wenn Fahrzeuge über die Darmstädter Landstraße nach Neu-Isenburg einfahren. Wie man dies sicherer machen könnte, ließ er allerdings offen.

In der Antragsbegründung wird noch einmal darauf verwiesen, dass oft die Straße nördlich vom Fußgängerüberweg gekreuzt werde. Selbst wenn der Fußgängerüberweg mit der Ampel benutzt wird, ist zu beobachten, dass die Fahrzeuge insbesondere stadtauswärts häufig zu schnell fahren und die Ampel gar übersehen wird.

Durch die Rechtsbiegung vor dem Frankfurter Haus ist zudem die östliche Straßenseite nur unzureichend einzusehen. Auf der westlichen Seite ist die Strecke zwischen Waldweg und Ampel voller Schlaglöcher und für die parkenden Fahrzeuge fehlt eine Markierung, die den Fußgängern und Radlern genügend Platz lässt. Es gibt also einiges zu tun, bis ein optimaler Zustand hergestellt ist. (lfp)

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