Nicht stehen bleiben

Elsewhere - die neue Platte des Neu-Isenburgers Bijan James Booth

Der Musiker Bijan James Booth aus Neu-Isenburg hat ein neues Album aufgenommen. Es heißt „Elsewhere“ und kann im Internet heruntergeladen werden.
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Der Musiker Bijan James Booth aus Neu-Isenburg hat ein neues Album aufgenommen. Es heißt „Elsewhere“ und kann im Internet heruntergeladen werden.

Es ist ungefähr zehn Jahre her, dass er das zum letzten Mal getan hat: Eine Platte aufnehmen. Der Musiker Bijan James Booth nutzte die Corona-Pandemie, um seiner Kreativität freien Lauf zu lassen. „Wäre die Pandemie nicht gewesen, hätte ich das Album nicht aufgenommen. Ich hatte so viel Arbeit als Grafikdesigner und Synchronsprecher“, berichtet er.

Neu-Isenburg - Wegen der Corona-Krise fielen aber etliche Aufträge weg und so blieb Zeit für die Aufnahme. „Elsewhere“ heißt das Werk. Und Booth hat viel vor, denn es sollen gleich drei weitere folgen. „Mein letztes Album ist von 2012“, sinniert der Musiker bei einem Glas Wasser an einem der Biertische vor der Gastwirtschaft „Endstation“ in der Villenkolonie Buchschlag. „Da herrschte ein Ungleichgewicht“, sagt Booth. Seine Band habe in dieser Zeit etwa 800 Konzerte gegeben – aber keine neue CD aufgenommen. Das sollte, das musste sich ändern.

Sieben Songs sind auf „Elsewhere“ gelandet. „Aber ich habe so viel Material gesammelt, dass ich es nun auf vier Alben verteile“, sagt er. Eine Quadrologie also. „Elsewhere“ ist sein Erd-Album. Als nächstes stehen Feuer, Luft- und Wasser im Mittelpunkt. Bijan befasst sich also mit den vier Elementen. „Als wir aufgehört haben zu touren, bin ich viel wandern gegangen, habe Straßenmusik gemacht und wollte auch andere Städte sehen. Wir haben viele Konzerte gegeben.“ Deshalb wollte er ein wenig rumkommen. So entstanden etliche Songs. „Das ganze Album sollte wie diese Wanderung sein, sich damit auseinandersetzen, dass Dinge losgetreten werden müssen, sich ständig wandeln, dass sie nicht stehen bleiben“, versucht er zu umschreiben, was für ihn das Irdische, das Materielle ist. Insgesamt werkelte der Musiker neun Monate an „Elsewhere“. „Ich hatte lange kein Album aufgenommen und so viele Demoaufnahmen“, schildert er seine Herangehensweise. „Ich habe dann auch gelernt, wie ich beim nächsten Mal an die Sache rangehen würde.“

Bijan James Booth mischte selbst, spielte viele Instrumente selbst und wollte auch selbst mastern. „Aber zum Glück hat mir Michael Weimann von den ,The Jukes’ aus Rödermark geholfen. Er ist ein wahnsinnig guter Musiker und ein Genie beim Mastern“, sagte der 34-Jährige, der sich einiges vorgenommen hat. „Würde ich auf meine innere Uhr hören, würde ich im Frühling und Sommer Songs schreiben, im Herbst ins Studio gehen und im Winter veröffentlichen – und dann damit touren“, sagt er. Doch obwohl die Arbeit in seinem Studio in den Sommermonaten eine schweißtreibende Angelegenheit ist, „könnte ich direkt schon wieder anfangen“.

Eine Releaseparty für „Elsewhere“ wird es wohl nicht geben. Auch ein Tonträger ist nicht geplant. „Ich möchte jetzt eigentlich nur ins Studio“, kündigt Bijan James Booth an.

Die Musik kann im Internet heruntergeladen werden.

Von Enrico Sauda

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